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Das Jonafasten
Dem großen Fasten geht zwei Wochen zuvor das Jonas- Fasten voraus. Es ist wie eine kleine Glocke, die auf die kommende große Fastenzeit hinweist. Am Beispiel von Jonas und der Stadt Ninive zeigt es die Bedeutung der Umkehr für den Gottesmann und die verlorene Stadt. Die Geschichte von Jonas zeigt auch, dass ein Prophet sich von einem gewöhnlichen Menschen nicht unterscheidet, sogar besonders schwach sein kann, dass Gott aber die Schwachen erwählt, um die Starken zu beschämen (1. Kor 1, 27).
Sie zeigt auch, dass der Mensch vor Gott nicht fliehen kann. Jonas’ Unglauben gegen Gott hätte ihn fast das Leben gekostet. Gott rettete seinen Propheten und mit ihm die Menschen auf dem Schiff, nicht zuletzt die Einwohner der Stadt Ninive. Dazu bewegt er die ganze Natur, Wind, Wasser und Meeresgetier.
Der Prophet Jona war der einzige Prophet des Alten Testaments, der zu den Heiden in Ninive, der Hauptstadt von Assur, gesandt wurde. Mit dem Geist des Propheten erkannte er, dass die Erlösung der Heiden durch den Abfall Israels geschah. Daher floh Jona, denn das durfte er als gläubiger Jude nicht zulassen.
Sein Tun war also keine Vernachlässigung des Dienstes, sondern seine Verwurzelung im jüdischen Glauben brachte ihn dazu, seine Aufgabe nicht erfüllen zu wollen. Ihm geschah, was Paulus im Römerbrief sagt: „Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen? Keineswegs! Vielmehr kam durch das Versagen das Heil zu den Heiden um sie selbst eifersüchtig zu machen. Wenn aber durch ihr Verschulden die Heiden reich werden, dann wird das erst recht geschehen, wenn ganz Israel zum Glauben kommt. Euch den Heiden, sage ich: Gerade als Apostel der Heiden preise ich meinen Dienst, weil ich hoffe, die Angehörigen meines Volkes eifersüchtig zu machen und wenigstens einige von ihnen zu retten. Denn wenn schon ihre Verwerfung für die Welt Versöhnung gebracht hat, dann wird ihre Annahme nichts anderes sein als Leben aus dem Tod.“ (Röm 11, 11- 15)
Jona lag mit Israel im guten Schatten der Pflanze, die über Nacht gewachsen war, nämlich im Schutz des Gesetzes und der Propheten. Doch die gute Pflanze verdorrte durch den Wurm des Unglaubens. Not lehrt beten. Nöte sind nach den Vätern die Schule des Gebets. Jona sah Gott und damit sich selbst außer Todesgefahr und versprach, sein Gelübde zu erfüllen. Das Wunderbarste dabei: Er dankte Gott für die Rettung, noch bevor er sie erlangt hatte. Tatsächlich hatte er seine Rettung noch nicht erreicht, aber prophetisch schon begriffen. „Glaube aber ist: Feststehen in dem was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ (Hebr 11, 1)
Fasten war zu allen Zeiten Mittel zur Annäherung an Gott. Unter Verzicht auf Befriedigung leiblicher Bedürfnisse zieht der Mensch sich zurück und gibt sich dem geistigen Bedürfnis nach Gott hin. Das Große Heilige Fasten bietet reichlich Gelegenheit dazu. JonafastenDas Jonasfasten dauert vom 25.01.2010 bis 27.01.2010
Der Plan dieser drei Tage lautet wie folgt:
St. Maria von Zeitoun St. Markus St. Mina Kloster
25.01. 12:00 - 14:00 17:00 - 19:00 13:00 - 15:00 18:00 - 20:00 26.01. 12:00 - 14:00 17:00 - 19:00 13:00 - 15:00 18:00 - 20:00 27.01. 12:00 - 14:00 17:00 - 19:00 13:00 - 15:00 18:00 - 20:00
Möge es ein friedliches Fasten sein mit dem Segen des Herrn.
Alles Gute |  |
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