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Geschrieben von: Administrator
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Montag, 18. Januar 2010 um 02:02 Uhr |
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Aus den Nachrichtenagenturen: Links (Arabisch): Von einem koptischen Diakon aus Oberösterreich geschrieben
Sehr geehrte Damen und Herren,
aus dem traurig gegebenen Anlass des Anschlages von Nag Hamadi, Provinz Kena in Ägypten zum koptischen Weihnachtsfest erlauben wir uns an Sie heranzutreten. Wir, die Kopten im allen Herrenländer, lieben Ägypten. Wie unser Patriarch, S.H. Shenouda III sagte: „Wir lieben Ägypten, weil es in uns lebt und nicht, weil wir dort leben.“ Ägypten wurde von unseren Vorfahren aufgebaut und wir können nicht mehr ohnmächtig das Unrecht und die Verfolgung über uns ergehen lassen.Wir wollen auf die Missstände aufmerksam machen, ohne jedoch an Gewalt oder Rache zu denken.
Wir bitten um Ihre Solidarität und jede in Ihren Mächten stehende mögliche Unterstützung.
Die Kopten sehen sich jeden Tag aufs Neue in Ihren Rechten beschnitten und müssen um Ihre Gleichberechtigung in Ihrer Heimat und Ihrem Land fürchten. In den letzten Jahren kam es mehrfach zu Überfällen auf Kirchen und es wurden immer Kopten ermordet. Leider sind bei diesen Attentaten die Sicherheits- und Rettungskräfte nicht zur Stelle und die Hilfe erfolgt erst, wenn alles vorbei und zu spät ist. Auch wenn wir keinerlei Rachegelüste haben, werden unsere Rechte mit Füssen getreten und in den seltensten Fällen wird den tatsächlichen Verursachern der Prozess gemacht. Von Seiten der Regierung und den Ermittlungsbehörden werden dann immer geistig verwirrte Einzeltäter vorgeschoben und zur Verantwortung gezogen.
Auch wenn die Welt auf das, unserem Volk widerfahrene, Unrecht immer erst durch blutige Attentate aufmerksam wird, sind die Kopten tagtäglich in Ägypten Menschen zweiter Klasse.
Unsere Kirchen können in vielen Fällen trotz vorhandenen finanziellen Mitteln nicht renoviert werden, da die Arbeiter unter irgendwelchen Vorwänden von der Arbeit weg verhaftet werden. Neubauten von Kirchen werden versucht im Keim zu ersticken und die Erlangung von entsprechenden Genehmigungen erschwert und mit nahezu unerfüllbaren Auflagen verknüpft.
Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung, damit unser Fortbestand als Minderheit in
Datum 20.01.2010 |
Von einem koptischen Mädchen aus Wien geschrieben
Übergriffe auf Kopten – Blutbad am Weihnachtsabend! 6.1.2010, Nag Hammadi/Ägypten: Es ist Weihnachten, koptische Christen gehen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in die Weihnachtsmette. Die Weihnachtsliturgie ist zu Ende, einige Gläubige stehen vor der Kirche und unterhalten sich, als drei Männer aus einem Auto das Feuer eröffnen. Acht junge Männer werden getötet, neun verletzt - weil sie Christen sind. Doch dieses Jahr waren keine Sicherheitskräfte vor der Kirche postiert. Später werden die Leichen obduziert, um festzustellen woran sie gestorben sind; dabei sind die Schusswunden nicht zu übersehen! Als in Ägypten Christen demonstrieren, werden sie mit Schlagstöcken und Tränengas bekämpft. Doch das Innenministerium verharmlost die Tat, spricht von einem Einzelfall. Wir haben die Möglichkeit und die Pflicht dieses Verbrechen bekannt zu machen, jedoch ohne Gewalt und Gedanken an Rache. Jesus sagte: „Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.“ (Mt 5:11-12) Wie viele Menschen müssen noch sterben, damit die Welt ihre Augen öffnet? Datum: 15.01.2010 |
Papst Schenouda III - Predigt über Massaker 13.01.2010 Die Predigt von Papst Schenuda am 13.01.2010 bezüglich den Vorfällen von Nag Hammadi: |
| - Seine Heiligkeit sprach sein Mitleid aus über den Tod der sechs Jugendlichen
- Er sprach auch sein Mitleid über den moslemischen Wachen der ums Leben kam aus
- Er sagte, dass es nichts besseres gäbe als den Tod nach der Kommunion
- Wir gedenken auch des ersten Mordes in der Bibel: Kain tötete Abel und Gott sagte ihm, dass das Blut seines Bruders aus der Erde schreit
- Das Blut des moslemischen Wachen vermischte sich mit dem Blut unserer Märtyrer
- Nag Hammadi kam in die Geschichte und wurde zur „Stadt der Märtyrer“
- Er sprach auch von den 8 schwer Verletzten im Alter von 16-21 Jahre und wünschte ihnen schnelle Genesung
- Er sagte zu den Leuten von Nag Hammadi, dass sich alle um sie kümmern (die Regierung und die Kopten im In- und Ausland)
- „Wir fühlen was ihr fühlt (Wir fühlen mit euch)“…“Ich lese von diesem Vorfall, und spüre es so als ob ich angeschossen worden wäre, und als wäre ich schwer verletzt worden“
- „Nicht nur die Menschen kümmern sich um euch, sondern allen voran natürlich Gott“
- „Gott hilft den Bedrückten und den unfair behandelten“
- „Gott verlässt uns nie und er zeigte dies in vielen Geschichten in der Bibel (Josef, Moses, David, …)
- „Was die Menschen nicht erreichen können, kann Gott sehr wohl erreichen.“
- „Gott wird eure Toten und eure Verletzten nicht vergessen“
- „Wir beantragten, dass der Prozess in diesem Fall schnell erledigt wird, und dass jeder die gerechte Strafe erhält.“
- „Wir alle rufen nach Gerechtigkeit.“ „Jeder hat die sogenannten Menschenrechte, vor allem das Recht auf Leben. Und Gott sagte: Wer eines Menschen Blut vergießt, dessen Blut wird auch selbst vergossen. Hier in Ägypten haben wir auch die Todesstrafe für Mörder.“
- „Eines der Menschenrechte ist auch das Recht auf Auslebung des Glaubens.“
- Wir bitten wiederum, dass die Gerechtigkeit ausgeführt wird und dass jene, die umgebracht worden sind auch ihre Rechte bekommen“
- Das Schrecklichste an diesem Vorfall war, dass er am Weihnachtsfest geschah. Die Gerechtigkeit wird ausgeführt, wenn nicht auf Erden dann im Himmel.
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| zum Link (www.zenithonline.de) 14.01.2010 von Christoph Sydow / Foto: Karem Ahmed/dpa-PA Als Ägypten im November 2009 nach zwei dramatischen Spielen gegen Algerien die Qualifikation für die Fußball-WM 2010 in Südafrika verpasste, kochte der Volkszorn am Nil. Hunderte junge Ägypter randalierten vor der algerischen Botschaft in Kairo, in den Kommentarspalten der regierungsnahen Zeitungen blieb wochenlang kaum Platz für ein anderes Thema. Auf der Straße und in der Presse wurde nach dem Verständnis der Demonstranten und Kolumnisten die nationale Ehre verteidigt, die durch die Niederlage gegen die arabischen Brüder und deren Verhalten auf und abseits des Platzes beschmutzt worden sei. Zur Erinnerung: Wir reden von einem Fußballspiel. Ganz anders fällt die Reaktion der staatlichen Medien und der ägyptischen Straße bei einem anderen Ereignis aus, das weitaus stärker geeignet sein dürfte, das Ansehen und die Ehre der ägyptischen Nation zu beschädigen. Am Abend des 6. Januar, dem Weihnachtsabend der orthodoxen Kopten, werden vor einer Kirche in der oberägyptischen Kleinstadt Nag Hammadi sechs Christen und ein muslimischer Wachmann erschossen. Die drei mutmaßlichen Täter, radikale Muslime, stellen sich zwei Tage später der Polizei. In der Folge kommt es an mehreren Orten in Oberägypten zu religiös motivierten Gewalttaten: Kopten brennen die Häuser ihrer muslimischen Nachbarn nieder, Muslime greifen Kirchen und christliche Einrichtungen an. Dutzende Menschen werden verletzt. Das Land am Nil erlebt den schlimmsten Ausbruch religiöser Gewalt seit zehn Jahren. Wo bleibt der Aufschrei? Von offizieller Seite beeilt man sich das Attentat von Nag Hammadi zu verurteilen; von Papst Benedikt XVI. über den Scheich der al-Azhar bis zur Muslimbruderschaft erhält die koptische Gemeinde in Ägypten Solidaritätsbekundungen. Ein öffentlicher Aufschrei über die religiöse Gewalt gegen die christliche Minderheit, der mit dem Aufruhr über die 0:1-Niederlage in einem Fußballspiel gegen Algerien auch nur ansatzweise vergleichbar wäre, bleibt aus. Zur Erinnerung: Wir reden von einem Massaker gegen ägyptische Bürger mitten in einer 30.000-Einwohner-Stadt. Weder versammeln sich spontan auch nur 100 Demonstranten in Kairo, um gegen die konfessionell motivierte Gewalt in ihrem Land zu protestieren, noch findet der Angriff auf die Kopten ein nennenswertes Echo in der regierungsnahen Presse. In den Tagen nach dem Attentat am Weihnachtsabend werden die Berichte über den Vorfall auf die hinteren Seiten der großen Zeitungen wie al-Gomhuria und Akhbar al-Yaum verbannt. Das regierungshörige Blatt al-Ahram erklärt seinen Lesern gar, der Angriff habe überhaupt nichts mit der Religion der Opfer zu tun. Die Zeitung berichtet erst ausführlich über den Fall, nachdem sich die Täter der Polizei gestellt haben. Nun können die Journalisten die staatlichen Sicherheitskräfte für ihre ausgezeichnete Arbeit loben. Eine löbliche Ausnahme in der Berichterstattung stellt die regierungskritische Zeitung al-Masry al-Yawm dar, die von Anfang an ausführlich über die Gewalttat berichtet und eigene Journalisten nach Nag Hammadi entsendet. Der Umgang der staatlichen Medien und der Regierung, die ebenfalls bemüht ist, die Tat als das Verbrechen verwirrter Einzeltäter darzustellen, reiht sich ein in eine lange Geschichte der Diskriminierung der ägyptischen Kopten. Menschenrechtler beklagen seit Jahren, dass der Staat durch seine Bildungspolitik, seinen Umgang mit religiösen Minderheiten und seine Toleranz gegenüber muslimischen Extremisten, Gewalt gegen Christen begünstige. Dadurch habe sich bei vielen jungen ägyptischen Muslimen der Eindruck festgesetzt, dass Kopten Bürger zweiter Klasse seien, die man im Land lediglich zu dulden habe. Auf der Internetseite der koptischen Wochenzeitschrift al-Watani konnten die Leser in den vergangenen Tagen abstimmen, wer für die Gewalt gegen Christen schuldig sei. 61 Prozent von ihnen machten eine »Kultur des Hasses« verantwortlich. Ägyptens Gesellschaft wird diese Hasskultur nicht überwinden, solange Regierung und Presse zögerlich über Gewalttaten gegen religiöse Minderheiten berichten und Hintergründe und Motive der Täter verschweigen oder relativieren. Doch nicht nur die Medien stehen in der Verantwortung: Auch Ägyptens Bürger sehen der wachsenden Intoleranz gegenüber den Kopten seit Jahren tatenlos zu. So lange Niederlagen bei Fußballspielen für mehr Zorn und Wut sorgen als Gewalt gegen christliche Mitbürger im Namen der Religion, wird die Zahl radikaler Muslime wachsen, die meinen, im Interesse einer schweigenden Mehrheit zu handeln.  |
| | zum Link (www.wienerzeitung.at) Bischof Anba Gabriel: Kopten im Alltag diskriminiert | Bischof Gabriel. Foto: privat
| Von Stefan Beig
 Massaker werden durch Hasspredigten provoziert. Wien. Am 6. Jänner wurden bei einem Angriff auf die Teilnehmer einer Christmette koptischer Christen im ägyptischen Nag Hammadi acht Menschen getötet. Die "Wiener Zeitung" sprach mit Bischof Anba Gabriel von der Koptisch- Orthodoxen Kirche in Österreich über die Lage nach dem Anschlag. Wiener Zeitung": Wie ist die Stimmung unter den Kopten Österreichs seit dem Massaker in Nag Hamadi? Bischof Anba Gabriel: Zum ersten Mal sind alle koptischen Jugendlichen von sich aus aktiv geworden. Sie beschlossen eine Demonstration zu organisieren und haben bereits den betroffenen Familien in Ägypten Geld geliefert. Wo liegen die Wurzeln für die wachsenden Spannungen in Ägypten zwischen Kopten und Muslimen? Präsident Anwar al-Sadat wollte den Kommunismus mit dem Islamismus bekämpfen. Deshalb hat er die Extremisten unterstützt. Es war dasselbe wie in Afghanistan: Zur Bekämpfung des Kommunismus hat man die Taliban gegründet, die später die USA bekämpft haben. Jahr für Jahr tauchen Berichte über Gewalt gegen Kopten auf. Sind das nur einzelne Vorkommnisse? Nein, die Kopten werden im Alltag diskriminiert und benachteiligt. Sie werden – mit einzelnen Ausnahmen – von hohen Posten ferngehalten. Früher gab es etliche koptische Professoren an den Universitäten, heute kaum noch. Viele koptische Mädchen und Frauen werden jährlich zum Islam zwangskonvertiert. Das Schlimmste ist, dass diese Frauen danach verschwinden und die Familie keine Möglichkeit mehr hat, mit ihnen in Kontakt zu treten. Wie kommt es zu den Massakern? Sie werden primär durch Hasspredigten provoziert, die vor allem die Jugendlichen erhitzen, aber auch durch Gerüchte. Vor dem Attentat in Nag Hamadi kursierten Gerüchte, ein Kopte hätte ein muslimisches Mädchen vergewaltigt. Viele Kopten kritisieren die Regierung, weil sie nicht genug gegen die Kopten-Massaker tue. Präsident Muhammad Hosni Mubarak ist für die Kopten sicher ein guter Mensch. Jedes Problem wird erst durch einen Kontakt zu Mubarak gelöst. Aber manche Mitarbeiter in der Regierung sind anscheinend nicht so gute Menschen wie er. Wo sind Polizei und Sicherheitsbeamte bei jedem Massaker? In El Koscheh dauerte es drei Tage, bis die Polizisten kamen. In Nag Hamadi waren es immerhin 30 Minuten, aber die Polizisten waren gleich in der Nähe und hätten nur ein paar Minuten gebraucht. In Nag Hamadi war die Kirche schon seit November 2009 bedroht. Normalerweise wären die Sicherheitskräfte verdoppelt worden. Aber sie waren vorige Woche nicht da, wie bei jedem Massaker bisher. Die Gewalt der Extremisten richtet sich freilich nicht nur gegen Kopten. In den 1990ern griff al-Dschamaa al-islamiyya vielfach Polizei und Politiker an. Sogar ein Minister wurde getötet. Sie taten dies, um Waffen zu stehlen. Ein anderer Weg bestand darin, koptische Juweliere auszurauben und zu töten. Für Spannungen mit den Muslimen sorgen die Fernsehauftritte des koptischen Priesters Zacharias. Papst Shenouda III. erklärte, er werde von Pater Zacharias erst dann verlangen aufzuhören, wenn die muslimischen Schriftsteller und Gelehrten aufhören, regelmäßig und systematisch das Christentum in Büchern, Zeitungen und im Fernsehen zu erniedrigen. Wie viele Kopten gibt es in Ägypten? Mindestens zwölf Millionen der insgesamt 80 Millionen Ägypter sind Kopten, im Ausland leben weitere zwei Millionen. Wie sehen Sie die Zukunft der Kopten in Ägypten? Die Kopten sind treue Gläubige ihrer Kirche und lieben Ägypten. Sie werden das Land daher nicht verlassen. Wenn die Mörder eine gerechte Strafe bekommen, werden die Kopten ihre Ruhe finden, denn sie lieben auch ihre muslimischen Mitbürger. Die Kopten halten daran fest, keine Araber zu sein. Sorgt das nicht in Ägypten für Spannungen? Eigentlich nicht. Es gibt auch viele gelehrte Muslime, die dazu aufrufen, Ägypten nicht als arabisches Land zu bezeichnen. Die Kopten sind direkte Nachfahren der Pharaonen, die Araber kamen erst später. Printausgabe vom Freitag, 15. Jänner 2010 Online seit: Donnerstag, 14. Jänner 2010 18:37:00 | |
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Ägypten Drei Festnahmen nach Mord an koptischen Christenzum Link (www.welt.de) 9. Januar 2010, 04:00 Uhr Nach der Ermordung von sechs koptischen Christen und einem Polizisten in Nagaa Hamadi, 700 Kilometer südlich von Kairo, sind drei mutmaßliche Drahtzieher des Anschlags festgenommen worden. Die Verdächtigen seien in einer Zuckerrohrplantage gefasst worden, in der sie sich nach der Tat vom Mittwochabend versteckten, hieß es. . ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | | Achtfacher Mord vor ägyptischer Kirche zum Link (www.welt.de) 7. Januar 2010, 11:22 Uhr Aus einem vorbei fahrenden Auto heraus haben mutmaßlich radikale Islamisten in Ägypten das Feuer auf eine Gruppe koptischer Christen eröffnet. Sie kamen aus einer Messe – die Kopten feiern Weihnachten am 7. Januar. Bei dem Anschlag starb auch ein muslimischer Wachmann, neun Menschen wurden verletzt. Foto: AP Schenouda III., Papst von Alexandrien und Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche in Ägypten, beim Gebet in der koptischen Kathedrale in Kairo Muslimische Fanatiker haben vor einer Kirche in Oberägypten sieben koptische Christen und einen muslimischen Wachmann erschossen. Neun weitere Menschen wurden verletzt, als drei Männer aus einem vorbeifahrenden Auto heraus das Feuer auf die Gläubigen eröffneten. Es war der folgenschwerste Angriff auf koptische Christen in Ägypten seit zehn Jahren. Die Angreifer hätten wenig später auch noch ein Kloster beschossen. Bischof Kirollos von der oberägyptischen Diözese Nag Hammadi (Provinz Kena) sagte, er selbst sei vermutlich das eigentliche Ziel der Mörder gewesen. Der Kirchenmann erklärte, er sei am Abend gegen 23 Uhr nach der Messe zum orthodoxen Weihnachtsfest mit seinem Auto von der Kirche weggefahren. Er merkte, dass ihn ein Wagen verfolgte und kehrte um. Als er vor dem Hintereingang des Gotteshauses eintraf, schossen seine Verfolger auf eine Gruppe von Oberschülern, die vor dem Gebäude miteinander plauderten. Der Bischof erklärte, er habe die Messe aus Sicherheitsgründen früher als sonst abgehalten. In der Provinz Kena war es im November bereits zu gewaltsamen Übergriffen auf Christen gekommen, nachdem ein junger Kopte festgenommen worden war, der ein muslimisches Mädchen vergewaltigt haben soll. Aus Sicherheitskreisen in Kena hieß es, der Hauptschuldige für die Attacke sei namentlich bekannt. Die Polizei fahnde nun mit Hochdruck nach ihm und seinen zwei Mittätern. „In Nag Hammadi sind inzwischen so viele Einsatzkräfte unterwegs, das der Ort wie eine Militärkaserne aussieht“, sagte ein Beobachter. Nag Hamadi ist rund 700 Kilometer von der Hauptstadt Kairo entfernt. Im Januar 2000 hatten Muslime in der oberägyptischen Ortschaft al-Koscheh nach einem Streit 21 koptische Christen getötet. Die Kopten machen schätzungsweise zwischen sechs und zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung aus. Sie sehen sich im Alltag sehr oft Diskriminierungen und Benachteiligungen durch Muslime ausgesetzt. Die Kopten sind die größte christliche Gemeinschaft im gesamten Nahen Osten. | |
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Drei Männer nach Mord an koptischen Christen angeklagt zum Link (www.derstandard.at) 09. Jänner 2010, 19:01Auf Zuckerrohrplantage gefasstKairo - Nach der Ermordung mehrerer koptischer Christen in Ägypten sind drei mutmaßliche Drahtzieher angeklagt worden. Ihnen werde vorsätzlicher Mord zur Last gelegt, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Die Verdächtigen waren am Freitag in einer Zuckerrohrplantage gefasst worden, in der sie sich seit der Tat vom Mittwochabend versteckt hielten. Den Ermittlungen zufolge schossen die drei Angeklagten am Vorabend des koptischen Weihnachtsfestes in Nagaa Hamadi, etwa 600 Kilometer südlich von Kairo, in der Nähe zweier Kirchen auf eine Gruppe Gläubiger. Dabei wurden sechs Kopten und ein muslimischer Polizist getötet. Die Kopten sind die größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten und machen rund acht Prozent der ägyptischen Bevölkerung aus. Sie sehen sich im Alltag immer wieder Diskriminierungen und Benachteiligungen durch Muslime ausgesetzt. In den vergangenen Jahren gab es in verschiedenen Teilen Ägyptens Auseinandersetzungen zwischen Kopten und Muslimen, meist aus Verärgerung über den Bau neuer Kirchen. (APA/AFP) --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | Blutige Weihnachten in Oberägyptenzum Link (www.derstandard.at) von Astrid Frefel | 07. Jänner 2010, 22:43
In einem oberägyptischen Dorf starben acht christliche Kirchgänger und ein Wächter im Kugelhagel von Maschinengewehren.Am Donnerstag feierten die koptischen Christen in Ägypten ihr orthodoxes Weihnachtsfest. In Nagga Hammadi, 65 Kilometer nördlich von Luxor, stand es im Zeichen der schlimmsten religiösen Gewalt seit Jahren. Aus einem fahrenden Auto feuerten Angreifer mit Maschinengewehren auf Kopten, die nach der Mitternachtsmesse aus der Kirche kamen. Acht Gläubige und ein Sicherheitsbeamter kamen ums Leben, acht weitere Passanten wurden verletzt. Am Donnerstag demonstrierten 3000 aufgebrachte Kopten während der Beerdigungen gegen den ihrer Meinung unzureichenden Schutz durch die Polizei. Die Spannungen zwischen Christen und Muslimen in dieser Region schwelen seit Anfang November, als ein muslimisches Mädchen von einem Kopten vergewaltigt wurde. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass es sich bei dem Anschlag, um einen Racheakt handelt. Der örtliche Bischof hatte zuvor bereits mehrmals Drohungen erhalten. Die Provinz Qena, zu der Nagga Hammadi gehört, ist eine der ärmsten Regionen des Nillandes. Verhältnis verschlechtert Das Verhältnis zwischen der muslimischen Mehrheit und der etwa zehnprozentigen christlichen Minderheit in Ägypten hat sich in den letzten Jahren zusehends verschlechtert. Der koptische Soziologe Samir Morqos spricht von intensiven Spannungen in den mittleren und unteren Schichten. Die Zunahme der religiösen Gewalt sei unter diesen Umständen nur natürlich, arme Leute ohne Hoffnung würden gewaltbereit denken und handeln, sagt der Schriftsteller Joussef Ziedan. In den Sonntagsreden der Regierenden wird das Verhältnis zwischen Muslimen und Kopten dagegen schöngefärbt und die Probleme als isolierte Ereignisse unter den Teppich gekehrt. Die Kopten in Ägypten sind Arbeiter, Bauern, Handwerker, Freiberufler und reiche Geschäftsleute. Die zunehmende Islamisierung - hunderttausende Ägypter haben in Saudi-Arabien gearbeitet und dessen intolerante Form des Islam mitgebracht - macht allen zu schaffen. Der Staat verschlimmert die Lage, indem er sich aus vielen Bereichen zurückzieht und damit Millionen Ägypter zwingt, sich für Schulen oder medizinische Versorgung an die Moschee oder die Kirche zu wenden. Unterstützt durch eigene Radio- und Fernsehsender versuchen seit einigen Jahren beide Glaubensgemeinschaften eine theologische und ideologische Überlegenheit zu kreieren. Mit dem Resultat, dass die religiöse Polarisierung der Gesellschaft zunimmt und jeder Alltagskonflikt, sei es um Land, Wasser oder einen Kaufvertrag, zu einem Religionskrieg ausartet. Oberägypten ist heute noch vom Stammesrecht, also auch der Blutrache, geprägt. Morqos denkt deshalb, dass die "koptische Frage" nur im Zusammenhang mit dem Aufbau eines echten Bürgerstaates gelöst werden kann. (Astrid Frefel aus Kairo, DER STANDARD, Printausgabe 8.1.2010) --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | Christen in ÄgyptenLage "bedrückender als je zuvor"zum Link (www.derstandard.at) 08. Jänner 2010, 13:04Gewalt entspringe "Religionshass und zufälligen Vorwänden"Vatikanstadt/Kairo - Besorgt über die Situation der Christen in Ägypten hat sich der Leiter des katholischen Informationsbüros in Heliopolis, Pater Rafik Greiche, geäußert. Der blutige Anschlag auf eine koptische Gemeinde in Nag Hammadi nach dem Weihnachtsfest habe Angehörige aller Konfessionen beunruhigt, sagte der katholische Priester laut der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" (Freitag), wie Kathpress berichtet. Die Atmosphäre sei "bedrückender als je zuvor". Während sich die Christen in Kairo relativ sicher fühlten, herrsche auf dem Land ein anderes Klima. Angriffe entstünden immer "aus einer Mischung von Religionshass und zufälligen Vorwänden", sagte Greiche. Er verwies auf die Ermordung eines Christen am vergangenen Osterfest in Hegaza. Dieser Vorfall habe sich unter ähnlichen Umständen ereignet wie die jüngste Bluttat von Nag Hammadi. Die Hetze auf die Kopten in Ägypten laufe nach einem gewissen Schema ab, hatte bei einer Pro-Oriente-Veranstaltung im Dezember in Wien der Journalist Victo Elkharat geschildert: böse Gerüchte über Kopten in die Welt setzen, den Mob aufhetzen mit der Parole "Christen beleidigen den Islam". Elkharat sieht die ägyptische Regierung hinter diesen Abläufen. (APA) --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | Festnahmen nach Blutbad bei koptischer Christmettezum Link (www.derstandard.at) 08. Jänner 2010, 12:41Polizei geht von Racheakt ausLuxor - Nach dem von muslimischen Fanatikern angerichteten Blutbad unter koptischen Christen bei einer Weihnachtsmesse in Oberägypten hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen. Ermittler hätten das von den Angreifern am Mittwoch verwendete Auto an einem Feldrand entdeckt und die drei Männer gestellt, sagte ein Sicherheitsbeamter am Freitag. In Nag Hammadi hatten in der nacht auf Donnerstag Bewaffnete das Feuer auf die Kirchgänger eröffnet, acht Menschen wurden getötet. Die Polizei vermutete einen Racheakt, weil in derselben Ortschaft im November ein muslimisches Mädchen von einem christlichen Mann vergewaltigt worden war. Während eines Trauerzuges, an dem tausende Kopten teilnahmen, kam es am Donnerstag zu Ausschreitungen. Die koptischen Christen in Ägypten stellen rund zehn Prozent der Bevölkerung des Landes. Ihr Weihnachtsfest fällt wie bei anderen Ostkirchen auf den 7. Jänner. (APA) |
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Die ägyptischen Behörden haben am Samstag drei Männer des Mordes angeklagt. Die Männer werden verdächtigt, am Mittwoch 600 Kilometer südlich von Kairo auf Kopten geschossen und dabei sieben Personen getötet zu haben. Nach der Tat haben sich die Männer offenbar in einer Zuckerrohrplantage versteckt, wo sie am Freitag gefasst wurden. (sda/afp) Nach der Ermordung mehrerer koptischer Christen in Ägypten sind drei mutmassliche Drahtzieher angeklagt worden. Ihnen werde vorsätzlicher Mord zur Last gelegt, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstag mit. In Zuckerrohrplantage versteckt Die Verdächtigen waren am Freitag in einer Zuckerrohrplantage gefasst worden, in der sie sich seit der Tat vom Mittwochabend versteckt hielten. Anzeige if (typeof(cu_1356045_getAdId)=="function" && cu_1356045_getAdId()>0) { if (typeof(cu_1356045)=="function") { cu_1356045(); document.getElementById("hidden_rectangle").style.display = 'block'; } } Nach den Ermittlungen schossen die drei Angeklagten am Vorabend des koptischen Weihnachtsfestes in Nagaa Hamadi, etwa 600 Kilometer südlich von Kairo, in der Nähe zweier Kirchen auf eine Gruppe Gläubiger. Dabei wurden sechs Kopten und ein muslimischer Polizist getötet. Grösste christliche Gruppe in Nahost Die Kopten sind die grösste christliche Gemeinschaft im Nahen Osten und machen acht bis zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung aus. Sie sehen sich im Alltag immer wieder Diskriminierungen und Benachteiligungen durch Muslime ausgesetzt. In den vergangenen Jahren gab es in verschiedenen Teilen Ägyptens Auseinandersetzungen zwischen Kopten und Muslimen, meist aus Verärgerung über den Bau neuer Kirchen. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | | Vor einer Kirche in Oberägypten sind sechs Kirchgänger und ein Polizist von Unbekannten erschossen worden. Eine Protestkundgebung gegen den mangelnden Schutz für die Christen trieb die Polizei auseinander. jbi. Beirut ⋅ Bei einem Feuerüberfall vor einer Kirche in Naja Hamadi in Oberägypten sind am Mittwochabend sechs Gläubige und ein muslimischer Polizist erschossen worden. Drei Männer hatten laut Augenzeugen aus einem vorbeifahrenden Auto auf Kirchgänger geschossen, die nach der Mitternachtsmesse am Vorabend der orthodoxen Weihnacht aus der Kirche kamen. Laut einer Erklärung des ägyptischen Innenministeriums hatten die Angreifer zunächst zwei Personen in einer Strasse erschossen und waren danach vor die Kirche gefahren, wo die fünf anderen Opfer den Tod fanden. Zehn weitere Personen, unter ihnen auch zwei Muslime, wurden verletzt. Anzeige if (typeof(cu_1356045_getAdId)=="function" && cu_1356045_getAdId()>0) { if (typeof(cu_1356045)=="function") { cu_1356045(); document.getElementById("hidden_rectangle").style.display = 'block'; } } Angekündigter Überfall Der Überfall kam nicht überraschend. In den Tagen zuvor hatten der Bischof und viele christliche Einwohner des Dorfes Drohungen erhalten, und viele fürchteten sich, am Festtag in die Kirche zu gehen. In der Ortschaft waren schon am 21. November Dutzende von Läden, die Christen gehören, von Jugendbanden geplündert und in Brand gesteckt worden. Damit sollte die Vergewaltigung eines 12-jährigen Mädchens aus einer muslimischen Familie gerächt werden, deren ein Christ aus einem Nachbardorf beschuldigt wurde. Die Polizei nahm damals Dutzende von Jugendlichen fest, die an den Krawallen teilgenommen hatten, doch wurden in den letzten Tagen die meisten von ihnen wieder freigelassen. Laut dem Bischof waren am Mittwoch trotz den vorherigen Drohungen keine Sicherheitskräfte am Ort des Überfalls. Augenzeugen berichteten dem Reporter einer ägyptischen Zeitung, zwei Polizeiautos, die vor der Kirche postiert gewesen seien, hätten den Platz nach dem Beginn der Messe verlassen. Am Donnerstag versammelten sich Hunderte von wütenden Christen vor dem Spital des Ortes, in das die Leichen der Getöteten gebracht worden waren, um wegen des mangelnden Schutzes zu protestieren. Die Polizei trieb die Menge mit Schlagstöcken und Tränengas auseinander. Die Regierung schweigt In armen Vierteln ägyptischer Städte und in den Dörfern Oberägyptens kommt es oft aus Anlässen, die an sich nichts mit Religion zu tun haben, zu Krawallen zwischen Muslimen und Kopten, den ägyptischen Christen. Da die Christen in der Minderheit sind, sind sie oft die Leidtragenden. Die Kopten beklagen sich darüber, dass die Polizei bei Angriffen auf sie zu spät oder gar nicht auftaucht, um sie zu schützen. Erst am Montag haben Menschenrechtsgruppen, Parteien und unabhängige Persönlichkeiten ein nationales Komitee zur Bekämpfung religiöser Gewalt gebildet und das Schweigen der Repräsentanten des Staats angesichts der Zunahme religiöser Ausschreitungen verurteilt. Damit gewähre die Regierung den Tätern ihre stillschweigende Unterstützung, erklärte das Komitee. Obwohl ihre Zahl nie offiziell festgestellt wurde, wird der Anteil der Kopten an der ägyptischen Bevölkerung auf etwa zehn Prozent geschätzt. Sie sind zwar als vollwertige Bürger des Landes anerkannt, haben jedoch immer wieder gegen Diskriminierungen anzukämpfen. Nur wenige Christen erhalten hohe Posten in der Regierung und der Verwaltung. Pläne zum Bau neuer Kirchen lösen unter Muslimen oft Proteste aus und werden von der Verwaltung häufig hintertrieben.
Die bekannte Fernsehmoderatorin Lamis El Hadidy sprach am 11.01.2010 in ihrer Sendung "Etkalem" über den Vorfall von Nag Hammadi und die Idee des Patriotismus, die immer mehr zum Lieblingswort der Politiker in Ägypten wird. Sie sagte: Immer wenn einer von den Poltikern kommt und vom Patriotismus redet, dann muss ich an einen alten Film von Tawfik El Dekn als er sagte „Oja oja…was schöneres als den Ruf/den Ruhm gibt es nicht“ und so ist es auch hier – natürlich nach der Entschuldigung für Tawfik El Dekn und für alle Politiker und allen Freunden und Feinden von den VIPs – heute und in diesen Tagen „was besseres als den Patriotismus gibt es nicht“.
Die Wahrheit ist, dass das Unglück von Nag Hammadi nichts weiter als eine Kette von dauernden Katastrophen und des Langsamseins der Regierung und ihren Organen – und auch ihrer Fähigkeit über Vorhersage von Vorfällen – ist. Von der Vorhersage her funktioniert keine unserer Methoden und von der Behandlung solcher Situationen her, wurden wir alle zur Ärzten, die in Fällen von notwendiger Operation nur beruhigen. Doch es scheint so, als hätte der Staat keine „Chirurgen“ mehr. Doch Nag Hammadi unterscheidet sich nicht viel von den Vorfällen in Farschut, Abu Fana-Kloster (2008), Esna (2007), El Aiat (2007), oder Alexandrien (2005) oder dem Vorfall von Wafaa Kostantin und vor ihr noch El Koscheh Teil 1 und El Koscheh Teil 2 oder die vernichtenden Vorfälle in En Schams (1985) oder in El Zawia El Hamra (1981) oder El Chanka (1972)…Wollt ihr, dass ich noch mehr erwähne?? Ich glaube, dass mir einige Vorfälle dazwischen entfallen sind. Aber ich blieb bei El Chanka stehen und sah zurück in der Geschichte, wo wir doch alle keine Erinnerungen mehr daran haben. Ich ging zurück zum berühmten Bericht von El Etefi, dieser Bericht der von einem Komitee ausgearbeitet wurde, das vom Präsidenten (damals El Sadat) herbeigerufen wurde. Geführt wurde dieses Komitee von Dr. Gamal El Etefi und den Nationalratsabgeordneten: Mohamed Fouad Abu Hemela, Albert Barsoum Salama, Kamal El Schazly, Dr. Roushdy Saaid, Abd El Monsef Hassan Zen und dem Ing. Moheb Astino. Und abgesehen vom Bericht, der in einer sehr gehobenen Sprache geschrieben wurde – ich hoffe, dass die derzeitigen Abgeordneten ihn lesen, damit sie sehen, wie Berichte in den 70er Jahren geschrieben wurden – kam man zu Ergebnissen, die mit unseren derzeitigen Verhältnissen zu vergleichen sind. Das bedeutet, dass sich von 1972 bis 2010 NICHTS geändert hat. So kamen als grundlegende Gründe heraus: 1. Die Erlaubnis und die Erleichterung von Erbauung der Kirchen 2. Die Notwendigkeit von Religionsunterricht für die koptischen Schüler Der Bericht wandte sich auch gegen das Staatseinheitsgesetz (Einheit von Muslime und Christen) und zeigte, dass dieses Gesetz unter den Bürgern, in der Regierung und in der Politik seinen Platz finden MUSS. Wenn wir nur den Namen tauschen „Chanka“ gegen „Nag Hammadi“, dann werden wir sehen, dass sich NICHTS geändert hat. Ich weiß nicht, ob sie das Einheitsgesetz gegen das Gesetz des Patriotismus ersetzten, doch was ich weiß ist, dass jeder in der Regierung und in den Parteien die Verantwortung für das vergossene Blut in Nag Hammadi trägt. Und was vorher und nachher an Vernachlässigung und Niedermachung und Verspottung der ganzen Situation zu sehen ist, kann man nicht dulden, denn es ist kein Fussballspiel, wo wir die Niederlage einfach akzeptieren. Die Parteien, die nach Patriotismus rufen, nominieren keinen einzigen Kopten, und es lässt sich nicht wieder gutmachen durch das Mitleid-Aussprechen in den Kirchen. Es gibt in diesem „einheitlichen“ Staat nur 2 koptische Minister und ein koptischer Goveurneur, der sich nicht zwischen der kirchlichen Macht und den Bürgern, die nach Einheit rufen, jedoch keine Kopten wählen, ganz abzusehen von solchen Positionen wie Ärzte oder Uni-Rektoren. Der Fall in Nag Hammadi unterscheidet sich nicht von vielen anderen Fällen in Ägypten, wie das katastrophale Bildungssystem und dem komplizierten Verkehrssystem bishin zu den ägyptischen Ghettos, alle gemeinsam häufen sich bis ein Tag kommt, wo alles explodiert, nur weil wir uns diesen Problemen nicht stellen wollen. Und sagt bitte keiner etwas von Patriotismus, denn dann muss ich lachen: „Was besseres als den Patriotismus gibt es nicht, oja oja“. Übersetzung: Maikel Azer | |
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 24. Januar 2010 um 17:46 Uhr |
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