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Demonstration 21.01.2010

Am Donnerstag, den 21.01.2010 demonstrierten wir in Wien wegen der Ermordung unserer Brüder im Glauben in Ägypten. Wir demonstrierten nicht nur, weil das, was geschah, unmenschlich ist, sondern weil es auch ungerecht ist. Ist denn Gerechtigkeit zu viel verlangt??

Route der Demo: Herbert von Karajan Platz – Philharmonikerstraße - Operngasse – Ring – Burgtor – Heldenplatz – Ballhausplatz – Schauflergasse – Michaelerplatz – Herrengasse - Schottengasse – Helferstorferstraße – Börseplatz.

Beim "Haus der Europäischen Union" wurde dann ein Manifest übergeben, das auf uns aufmerksam machen soll und worin auch unsere Forderungen stehen. Wir wollen, dass sich Österreich für den Schutz der Kopten einsetzt.

Die verwendeten deutschen Parolen:

PAROLEN GEGEN DIE UNTERDRÜCKUNG DER CHRISTEN

7 Kopten wurden einst geboren /

Wenige Jahre später waren sie verloren!

 

Wir weinen voller Schmerz /

Es ist ein Stich in unser Herz!

 

Wir wolln kein Schmerz und Leid /

Sondern leben in Gerechtigkeit!

 

Unschuldige Menschen starben /

Unsere Herzen sind voller Narben!

 

Heute ist es höchste Zeit / Wir fordern Gerechtigkeit! (3x)

 

Christen werden brutal erschossen /

Zu viel Blut ist geflossen!

 

Christen werden brutal erschlagen /

Und man hört die Mütter klagen!

 

Es ist genug mit Schmerz und Leid /

Wir wollen Sicherheit!

 

Christen sterben unter viel Geschrei /

Trotzdem bleiben die Mörder frei!

 

Heute ist es höchste Zeit / Wir fordern Gerechtigkeit! (3x)

 

Die Morde haben sich gemehrt /

Ist ein Christenleben denn nichts wert?!

 

Was, ihr Islamisten /

Was bringt der Mord an den Christen?!

 

Wo ist Sicherheit und Vertrauen /

Erst darauf kann man Frieden bauen!

 

Heute ist es höchste Zeit / Wir fordern Gerechtigkeit! (3x)

 

Frieden, der Gott gefällt /

Frieden, der rettet die Welt!

 

Warum, ihr Islamisten /

Warum, ihr Extremisten?

 

Warum müsst ihr uns hassen /

Und könnt uns nicht in Frieden lassen?!

 

Heute ist es höchste Zeit / Wir fordern Gerechtigkeit!

 

 

Fotos von der Demo gegen Christenverfolgung in Ägypten am 21.01.2010 
 

 

ORF: Demo gegen "Christenermordung in Ägypten" Neu!

   
zum Link
 
 DO | 21.01.2010
 
  
Protestzug in Wien gegen Ermordung koptischer Christen (Bild: ORF)
CHRONIK
   Demo gegen "Christenermordung in Ägypten"
Der Ring ist am Donnerstagnachmittag wegen einer Großdemonstration gesperrt gewesen. Rund 800 Teilnehmer versammelten sich, um auf die "Ermordung und Unterdrückung" von Kopten in Ägypten aufmerksam zu machen.
     
     
Protestzug in Wien gegen Ermordung koptischer Christen (Bild: ORF)
Mit Särgen, Kruzifixen und Bildern des Blutbades vom 6. Jänner gegen die "Christenermordung" in Ägypten.
   "Wir fordern Glaubensfreiheit"
15 Tage nach dem Anschlag vor einer Kirche in Oberägypten zum koptischen Weihnachtsfest, bei dem acht Kopten getötet und sieben weitere verletzt wurden, gingen in Wien rund 800 Demonstranten auf die Straße.

Mit Särgen auf den Schultern, Kruzifixen und Bildern des Blutbades marschierten die Demonstranten die Ringstraße entlang und machten ihrem Unmut gegen die Verfolgung der Christen in Ägypten Luft. "Christenermordung in Ägypten" und "Wir fordern Glaubensfreiheit und Gleichberechtigung" war auf den Plakaten zu lesen.

Von dem Aufmarsch erhoffen sich die österreichischen Kopten mehr Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, vor allem aber auch die Aufmerksamkeit der Europäischen Union.
     
    Protestzug in Wien gegen Ermordung koptischer Christen (Bild: ORF)
     
     
    Manifest als Druckmittel erstellt
"Wir haben ein Manifest erstellt, das der EU als Druckmittel gegen die ägyptische Regierung dienen soll", so William Tadros, Sprecher der koptischen Gemeinde Österreichs. Das Manifest wurde im Rahmen der Abschlusskundgebung vor dem Haus der Europäischen Union an Richard Kühnel, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, übergeben.

Die konkreten Forderungen der koptisch-orthodoxen Kirche beinhalten gerechte Strafen für die Täter und Hintermänner der Massaker, die Entschädigung der Opfer und Hinterbliebenen sowie eine Entschuldigung der Regierung und insbesondere des Innenministers, welcher laut Tadros für das Versagen der Sicherheitskräfte verantwortlich sei.
     
     
    "Es wird zu wenig für die Kopten gemacht"
Seit den 1980er Jahren kommt es immer wieder zu Übergriffen gegen koptische Christen in Ägypten. "Es wird zu wenig für die Kopten gemacht. Wir setzen uns für die Einhaltung der Menschenrechte, Religionsfreiheit und Minderheitenschutz ein", erklärte Tadros.

Seit das islamische Recht (Sharia) unter dem früheren Staatspräsidenten Anwar as-Sadat als einzige Quelle der Gesetzgebung eingeführt wurde, seien die Kopten rechtlich nicht mehr geschützt und somit zu Bürgern zweiter Klasse geworden.

Von der koptischen Gemeinschaft wird vor allem die fehlende Unterstützung des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak bemängelt.
     
     
    Massaker als Auslöser für Demo in Wien
Bei dem jüngsten Massaker in am 6. Jänner, dem Vorabend des koptischen Weihnachtsfestes, haben muslimische Fanatiker nach der Messe in einer Kirche in Nag Hammadi acht koptische Christen und einen muslimischen Polizisten erschossen. Es war dies der folgenschwerste Angriff seit der Attacke von El Kosheh in der Silvesternacht 2000/2001, bei dem 21 Kopten die Kehle durchgeschnitten wurde.

Die Kopten umfassen gemeinsam mit anderen christlichen Minderheiten rund 15 Prozent der ägyptischen Bevölkerung. In Österreich zählt die koptisch-orthodoxe Kirche derzeit zwischen 5.000 und 6.000 Anhänger. 3.000 davon leben in Wien. Seit dem Jahr 2003 gilt die koptisch-orthodoxe Kirche in Österreich als gesetzlich anerkannte Kirche.

 

2000 Teilnehmer bei Kopten-Demo in Wien

2000 Teilnehmer bei Kopten-Demo in WienAm heutigen Donnerstag fand in Wien bei beißender Kälte und Schneefall eine Demonstration der in Österreich lebenden Mitglieder der koptischen Gemeinde statt (siehe PI-Vorankündigung). Ca. 2000 Menschen nahmen Anteil an dem Schicksal der verfolgten christlichen Minderheit in Ägypten, die seit jüngster Zeit immer mehr Angriffe von muslimischer Seite sowie Todesopfer zu vermelden hat.

Angeführt wurde der Protestzug von hohen Würdenträgern der koptischen Gemeinde sowie der katholischen und syrisch-orthodoxen Kirche. Dahinter wurden sechs Särge getragen, die der sechs ermodeten Kopten gedenken sollte. Der Großteil der Demonstranten war schwarz gekleidet. Am Ende der Demonstration wurde dem Vertreter der EU eine Petition überreicht.

Bilder der Demonstration:

(Text und Fotos: ESW)

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 24. Januar 2010 um 22:41 Uhr