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Ihr seid das Salz der Erde PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Maikel   
Freitag, 05. Februar 2010 um 19:29 Uhr

"IHR SEID DAS SALZ DER ERDE" Betrachtung von Papst Schenuda III. aus seinem Buch "Betrachtungen über die Bergpredigt" 

 
Ohne Salz schmeckt das Essen nicht. Das Salz rundet den Geschmack ab, sogar in Opfergaben. Der Herr sagt im Buch Levitikus: „Jedes Speiseopfer sollst du salzen, und deinem Speiseopfer sollst du das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen; jede deiner Opfergaben sollst du mit Salz darbringen“ (Lev 2,13). Und hier sagt er: „Ihr seid das Salz der Erde“. Ich habe euch auf die ganze Erde gestreut, um sie abzurunden, damit sie Geschmack hat.

Niemand kann sich von seiner Botschaft an die anderen freimachen und wie Kain sagen: „Bin ich der Hüter meines Bruders?“ (Gen 4,9)

Ja, du bist Hüter deines Bruders, wenn du ihn aufrichtig liebst. Deine Liebe zu ihm treibt dich dazu, ihn zu behüten. Du behütest ihn vor jeder materieller Gefahr und vor jedem geistigen Fehler in Demut und auf spirituelle Weise.

So spricht der Apostel: „Wenn einer sich zu einer Verfehlung hinreißen lässt, meine Brüder, so sollt ihr, die ihr vom Geist erfüllt seid, ihn im Geist der Sanftmut wieder auf den rechten Weg bringen. Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ (Gal 6,1.2).

Du bist also verantwortlich für andere in den Grenzen deiner Möglichkeiten.

Du bist verantwortlich dafür, dass du ein Werk zum Wohl der Menschen schaffst, in dem Kreis, in dem du lebst. Und wenn du mit Christus lebst und ihn gekostet hast, dann musst du den Menschen sagen, wie der Prophet  David gesprochen hat: „Kostet und seht, wie gütig der Herr ist“ (Ps 34,9).

Du sagst es zu denen, die dich hören oder es in deinem Leben spüren. Und so wie du den Herrn erreicht hast, bringst du die anderen mit dir zum Herrn.

Obwohl die Samariterin neu in ihrer Umkehr war, ging sie, nachdem sie Christus erkannt hatte, sofort zu den Menschen und sprach verkündigend zu ihnen. „Viele Samariter aus jenem Ort kamen zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin“ (Joh 4,39). Hätte diese Frau geschwiegen, niemand hätte sie getadelt. Sie konnte aber nicht schweigen. So ist jeder, der den Herrn erkannt hat: er kann nicht schweigen. Die Oberpriester und die Ältesten versuchten auf diese Weise, die Jünger zum Schweigen zu bringen, aber sie konnten es nicht. Und die Heiligen antworteten ihnen: „Wir können unmöglich schweigen“ (Apg 4,20).

Frage dich also selbst: Bist du Salz der Erde, Licht der Welt? Welches Werk hast du um der anderen willen getan? 

Die Kirche muss der Welt Botschaft geben als eine Versammlung von Heiligen, die auf hohen, christlichen Grundsätzen leben; über sie erreichen diese Grundsätze die Welt. Wie ist das der ganzen Kirche und dir als Einzelperson möglich?

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