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Prinz Eugen - Feldherr und Staatsmann Der Spanische Erbfolgekrieg Der Kampf gegen Frankreich
Prinz Eugen von Savoyen, war ein begnadeter Genie, und er wies die gleichen geistigen Wesenszüge auf wie der Herzog der Franken, Karl Martell, der Ahne von Karl den Großen; er hatte im 7Jh. n. Chr. Frankreich vor einer Islamisierung bewahrt, indem er die aus Spanien eindringenden Araber in der Schlacht, die in die Geschichte einging, von Tour - Portier vernichtend besiegt hatte.
Prinz Eugen bewahrte Europa vor der Islamisierung, und er richtete die Grundmauern der österreichisch-ungarischen Monarchie wieder auf, und er war ein Staatsmann der beseelt war vom abendländischen Geist; Eugen sah die vom Osten herandrängende Gefahr voraus und richtete sein staatspolitisches Konzept danach aus. Prinz Eugen war bei allen gegen die eindringende islamisch-osmanische Streitmacht geführten Kriege in vorderster Front zu finden, und trug auch mehrmals Verwundungen davon. 1688 wurde er von den Röm. Deutschen Kaiser Leopold 1. Erstmalig mit einer diplomatischen Mission betraut, er sollte seinen Vetter, Herzog Victor Amadeus von Savoyen in das kaiserliche Lager zurückführen. 1690 befindet sich Prinz Eugen am Oberitalienischen Kriegsschauplatz, und 1697 kehrt Prinz Eugen als Oberbefehlshaber an die ungarische Front zurück. Nach seinem Eintreffen beim kaiserlichen Heer in Vörösmarton, am 12.Juli 1697 reorganisiert er die Truppenverbände. Noch im selben Jahr besiegt er entscheidend die Osmanen bei Zenta und zwang sie zur Beendigung des Krieges, und zu einem Friedensabkommen von Karlowitz. Im Jahre 1700, nach dem Tod des letzten spanisch-habsburgischen Königs, Karl II. befindet sich Eugen wieder in Oberitalien, verwickelt in den Spanischen Erbfolgekrieg. Eine Reihe von strategisch, klugen Einzelaktionen waren das Ergebnis seines Engagements. Er war aber eher negativ gegen diesen spanischen Erbfolgekrieg eingestellt. Mit Karl II. war die spanische Linie der Habsburger ausgestorben, und durch die Schwäche der österreichischen diplomatischen Vertretung in Spanien, - Alois Harrach - konnte mit Karl II. in seinen letzten Lebenstagen kein diplomatisches Gespräch geführt werden, und Karl lI. begünstigte in seinem Testament als Nachfolger auf dem spanischen Königsthron den Enkel von Ludwig XIV., Philipp von Anjou. In den folgenden Jahren 1703 und 1704 ist Prinz Eugen auf den Schlachtfeld in Süddeutschland, wo die bayrische und die französische Streitmacht, als Verbündete einige Erfolge gegen das kaiserliche Heer erzielt hatte. Prinz Eugen wurde gleichzeitig mit zwei Kriegsschauplätzen konfrontiert; im Osten stand er den Osmanen gegenüber und in Westen waren es die Franzosen die immer wieder auf kaiserliches Gebiet eindrangen.

Szene aus dem Spanischen Erbfolgekrieg; Prinz Eugen zusammen mit verbündeten Heerführern John Churchill Duke of Marlborough und Ludwig Wilhelm, Markgraf von Baben-Baden. Schlacht bei Höchstädt 1704, die Engländer nennen diese Schlacht auch “Battle of Blenheim”
Im Jahre 1704 kam es zu der denkwürdigen Schlacht bei Hochstädt. Zum ersten Mal begegneten sich Prinz Eugen und John Churchill, Duke of Marlborough als Verbündete , und gemeinsam den großen Sieg über die französische Armee erringen konnten, durch eine ungewöhnlichen Schlachtplan der beiden Heerführer. Ungemein groß war die Freude der europäischen Herrscherhäuser über diesen militärischen Erfolg. Prinz Eugen nahm im Namen des Kaisers, Leopold I. die Huldigung der Stände des Landes entgegen. Der Nimbus des unbesiegbaren französischen Heeres war gebrochen, und die Gefahr eines weiteren Eindringens der französisch-bayrischen Streitmacht in die kaiserlichen Erbländer war gebannt. Im darauffolgenden Jahr 1706 verbrachte Prinz Eugen ein weiteres Husarenstück. Die kaiserlichen Truppen unter Feldmarschall Wierich Graf Daun, wurden in Turin von den französischen Heer in einen Belagerungszustand versetzt. Unbemerkt überschritt Prinz Eugen mit seinen Truppenverband den Fluss Po, und marschierte ohne Rückendeckung und ohne eine Nachschublinie zu errichten gegen den Westen, und besiegte am 7. September 1706 die französische Belagerungsarmee vor Turin. Dieser überraschende Angriff von Prinz Eugen bewirkte den völligen Abzug der Franzosen aus Oberitalien. Friedrich der Große von Preußen pries die Kühnheit von Eugens Strategie und seine militärischen Fähigkeiten einem Gedicht.
“Seht dort Eugen auf seinem kühnen Zuge Die Franken jagen aus der Lombardei. Die Alpen bahnen ihm den Weg; im Fluge Eilt er hinüber, und Turin ist frei. Marsin in seiner Schanzen weitem Feld. So bringt durch seine Schlacht der rasche Held Italien wieder in des Kaisers Hand.” Mit dieser überraschenden militärisch geführter Aktion von Prinzen Eugen, hatte er den alten kaiserlichen Anspruch auf Oberitalien wieder aktualisiert.
Historische Quellen,: Brigitte Vachta, in die Habsburger Kap.6, Alfred Ritter v. Arneth ,.in Prinz Eugen von Savoyen, Bd.2

Mag. Adolf Baier e.h.
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