Home Fragen
PDF Drucken E-Mail

Eure Fragen sind uns wichtig!

Liebe Christinnen und Christen, liebe Freundinnen und Freunde!
Liebe koptische Kinder, Jugendliche und Erwachsene!


In letzter Zeit empfingen wir zu verschiedenen Anlässen, z.B. bei Jugendversammlungen in Österreich, bei den koptischen Europa-Jugendtreffen, bei priesterlichen Hausbesuchen, während Beichten etc., etliche Fragen.
Entweder klärten wir diese Fragen persönlich oder in einer Versammlung für die Jugendlichen; nun bleiben solche Fragen und Antworten offen für jene große Anzahl an Jugendlichen, die diese nicht gehört haben.

Deswegen fassten wir den Entschluss, jene Fragen zu sammeln und auf einer speziellen Website zu beantworten. Auch freuen wir uns, von den schönen Antworten Seiner Heiligkeit Papst Schenouda III und anderer ehrwürdigen Bischöfe und Priester profitieren zu können.
Wir freuen uns, eure Fragen beantworten zu dürfen. Wir bitten alle, vernünftige und ehrliche Fragen zu stellen und sind sicher, dass sie den LeserInnen helfen werden. Wir werden uns bemühen, schnell und umfangreich zu antworten.
Spezielle - an S.H. Papst Schenuda III oder an eine andere Person gerichtete - Fragen werden von uns weitergeleitet und die Antworten nach Wunsch auch veröffentlicht.

Hier kann die Frage gestellt werden

 

1. Frage: Warum dürfen Frauen nicht den heiligen Altarraum betreten?

Antwort:

  • Außer den Priestern und Diakonen darf niemand den heiligen Altarraum betreten. Also gilt dieses Verbot nicht nur für Frauen, sondern auch für Nichtdiakone. Nicht nur während des Gottesdienstes, sondern auch jederzeit.
  • Der Altarraum ist der wichtigste Teil der Kirche, aber trotzdem ist der heilige Mensch wichtiger. Deine Seele ist auch ein Altarraum wie der heilige Paulus sagte: Ihr seid die Tempel Gottes und der heilige Geist wohnt in euch.
  • Dein Geist wird ewig leben, unvergänglich sein und die heiligen Altarräume werden für die irdische Zeit bestimmt.
  • Bei der Eucharestie-Begründung hat unser Jesus Christus nur die Aposteln(Männer) eingeladen und keine von den Frauen weder die heilige Jungfrau Maria noch die anderen Frauen trotz ihrer Heiligkeit.


2. Frage: Warum dürfen Frauen nicht als Priesterinnen tätig sein?

Antwort:

  • Gott hat im Alten und Neuen Testament nur den Männern erlaubt, als Priester zu arbeiten. Gott hat von Anfang an das Priestertum für die Männer bestimmt, nicht wegen der Frömmigkeit der Männer oder weil die Männer heiliger sind als die Frauen. Es ist eine Funktion. Genau wenn wir eine Schwangerschaft in Betracht ziehen. Die Frauen sind nicht besser als die Männer, nur weil sie schwanger werden.
  • Priestertum ist Bürde und Verantwortung mehr als Würde. Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Verantwortung vielen Priestern ihre Ewigkeit entnommen hat, wie den Priestern zur Zeit des Propheten Samuel.
  • Die heilige Maria: Wenn es Frauen gibt, die für dieses Amt würdig wären, wäre die heilige Jungfrau Maria dafür der würdigste Mensch der Welt. Jesus hat sie weder als Apostolin noch als Priesterin geweiht. Auch im Alten Testament hat Gott Miriam die Prophetin, die Schwester von den zwei größten Priestern Moses und Aaron, nicht als Priesterin gewählt, trotz ihrer Frömmigkeit!
  • Debora die Prophetin: Sie war Prophetin, Armeeführerin und Richterin und trotz all dieser Begabungen hat Gott sie nicht zur Priesterin gewählt. Also: Sie war der beste und wahrscheinlich frömmste Mensch ihrer Zeit. Aber trotzdem ist sie von Gott nicht als Priesterin gewählt worden. Also ein Mann darf nicht beleidigt sein, wenn er nicht schwanger werden kann.


3. Frage: Wenn wir alle von unserem Herrn am Ende gerichtet werden, werden auch unsere schon gebeichteten Sünden allen Menschen bekannt?

Antwort:

  • Sicher nicht, weil Gott uns versprochen hat, unsere Sünden, die wir bereut und gebeichtet haben, ewig vergeben und vergessen werden. Also Gott wird unsere Sünden vergessen und nicht vor den Menschen erwähnen.


4. Frage: Warum sagen wir, dass es unter uns heilige Menschen gibt? Hat es Gott nicht zu entscheiden, ob diese Menschen heilig sind oder nicht?

Antwort:

  • Erstens: Jeder Mensch ist dazu berufen, heilig zu sein, ohne Ausnahme. Kein Christ darf den Himmel ohne Heiligtum betreten, sagt unser Herr Jesus Christus. Die Kirche bemüht sich nicht zu entscheiden, welcher Mensch heilig ist. 
  • Zweitens: Gott hat der Kirche viel Macht gegeben und hat viele von seinen Eigenschaften den Menschen gegeben. Gott hat dem Priestertum Vertretungsaufgaben geschenkt Z.B. Vergebung der Sünden (Mt 18 & Joh 20), Lösen und Binden der Sünde, Heilung der Krankheiten, Heiligen Geist empfangen etc... 
  • Drittens: Es ist leicht erkennbar, wer heilig genannt werden soll: Diejenigen, die die Gebote der Heiligen Schrift folgen und die Ewigkeit anstreben, diejenigen, die Gott verehren und von Gott geehrt werden.
  • Viertens: Unser Herr Jesus Christus sagte: Ihr werdet die zwölf Stämme Israels und sogar die gefallenen Engel beurteilen. Also für die Heilige Kirche, die mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, ist es leicht zu entscheiden, wer heilig ist und wer nicht.

5. Frage: Ich kenne viele Christen, die behaupten, wenn sie die Heilige Taufe empfangen haben, empfangen sie dadurch den Heiligen Geist und somit die Gabe des Zungenredens. Wieso haben wir das nicht bzw. glauben wir nicht daran, denn in der Bibel sind schon einige Stellen zu finden, wo das mit der Zungensprache steht?

Antwort:

  • Das Zungenreden war am Anfang des Christentums erforderlich, da unser Heiliger Herr Jesus beabsichtigte, dass die zwölf Aposteln zu allen Völkern der Erde gehen, obwohl die Mehrheit der Aposteln Laien waren. Sie mussten alle gleichzeitig in kürzester Zeit in vielen Ländern mit vielen Sprachen verkünden und daher hat Gott ihnen diese Gabe geschenkt.
  • Es ist nicht erforderlich, dass diejenigen, die diese Gabe besitzen, heilig sind. (1.Kor 13:1)
  • Es ist besser fünf Wörter mit Vernunft, als 1000 Wörter mit Zungenrede zu sprechen. (1.Kor 14:19)
  • Es gibt viele Menschen, die behaupten in Zungenrede sprechen zu können, und man versteht nichts von ihnen. Ist das von Gott? Was ist der Sinn? Was nützt der Kirche in diesem Fall die Zungenrede? Wer kann behaupten, dass diese mysteriöse Sprache, welche diese Leute sprechen, von Gott ist?
  • Viele glauben, dass diese Zungenrede vom Feind des Menschen kommt!
  • Wenn Sie dazu mehr wissen wollen, dann lesen Sie bitte sorgfältig 1. Korintherbrief, Kapitel 13 und 14

 
6. Frage: Wozu ist bei der Beichte ein Priester bzw. ein Bischof nötig?

Antwort:

  • Unser Herr Jesus Christus hat seinen Jüngern (Priestern) anvertraut, die Sünden anzuhören und zu vergeben (Mt 16, 18; Joh 20)
  • Auch ist es nicht logisch, dass man beim Beichten einfach vor allen Menschen seine peinlichen und manchmal gefährlichen Sünden veröffentlicht. Die Gesellschaft wird sicher die besonderen Sünden vieler Menschen niemals vergessen, vielleicht werden sie sich darüber ununterbrochen lustig machen oder darüber Bücher schreiben.
  • Der Priester ist verpflichtet, die Geheimnisse aller Beichtenden zu bewahren: (Joh 20:22) „Und nachdem er das gesagt hatte, blies er sie an und sagte: Nehmt den Heiligen Geist auf! Wem ihr die Sünden erlasst, dem sind sie erlassen. Und wem ihr sie belasst, dem sind sie belassen.“ Jesus hat nur die Apostel beauftragt, es war keine allgemeine Hingabe.
  • Psychologisch braucht man immer einen Beichtbegleiter. Akzeptiert man den Priester nicht, dann muss man zu einem Psychiater gehen und ihm alles sagen. Der Psychiater kann zwar helfen, jedoch kann er nicht die Last der Sünden von den Schultern nehmen…

 

7. Frage: Vielleicht ist das eine respektlose Frage gegenüber anderen Religionen, aber macht es einen sehr großen Unterschied, welche Bibelübersetzung man verwendet (z.B. Luther, Einheitsüberseztung, usw.)?

Antwort:

  • Heutzutage existieren so viele Übersetzungen in verschiedenen Sprachen. Von diesen gibt es manchmal einfache Übersetzungen, die die Bedeutung so sehr erleichtern, dass der Inhalt beeinträchtigt wird, es gibt auch Übersetzungen, die den alten Manuskripten in den Ursprachen Griechisch und Hebräisch perfekt entsprechen.
  • Aber es gibt leider neue Übersetzungen von Sekten, die den richtigen Glauben nicht haben (z.B. „Die Neue Welt Übersetzung“ der Zeugen Jehovas, die so viele Fehler, und sogar Verfälschungen enthalten).
  • Es gibt leider auch ein paar Schwesternkirchen, die manche Bücher des Alten Testamentes einfach streichen.
  • Also für uns ist es wichtig, dass man die Treue der Übersetzung anstrebt (sehr treu und genau bei der Übersetzung).
  • Hinweis: Die Einheitsübersetzung wird am meisten von allen Kirchen benützt, und das ist gut und schön, doch muss man aufpassen, dass die Einleitungen in jedem Buch im Alten und Neuen Testament
          a) von Menschen und nicht von Gott geschrieben sind
          b) und deren eigene Meinung repäsentiert und nicht die des Heiligen Geistes.Also empfehlen wir als deutsche Übersetzung die Einheitsübersetzung, jedoch ohne die Vorwörter und Einleitungen, oder auch die Lutherübersetzung, auf dass wir die gestrichenen Bücher von einer zweiten Quelle lesen.
  • Im Englischen empfiehlt S.H. Papst Shenouda III das Übersetzung von King James.
  • Auf Arabisch benützen wir die Übersetzung von Beirut.

 

8. Frage: Meine Frage ist, wieso wir Kopten von klein auf getauft werden? Denn normalerweise hat doch der Mensch selbst zu entscheiden, ob man das überhaupt möchte oder nicht... zumindest ist es in anderen Religionen so!

Antwort:

  • Es ist allgemein bekannt: Was man in seiner Kindheit lernt, behält man ewig. Was schadet es, wenn ein Kind getauft wird?!
  • In der Bibel wurde in vielen Geschichten die ganze Familie getauft und die Kinder wurden nicht ausgeschlossen (zB. Familie von Lydia, Gefängniswächter, ganze Stadt Samarien).
  • Es ist wichtig zu erwähnen, dass in der Bibel kein einziger Vers gegen die Taufe der Kinder geschrieben steht. Die Bibel sagt, wer glaubt und getauft ist, wird erlöst. Was passiert, wenn das Kind nicht getauft ist und dann stirbt?
  • Die große Erfahrung in der koptischen Kirche sagt uns, dass die Kinder, die in der Kirche aufwachsen, an der Kommunion teilnehmen, Weihrauch riechen, die Schönheit der Ikonen und der Ikonostase betrachten fest im Glauben und treu bleiben, wenn sie wachsen. Die Erfahrungen anderer Schwesterkirchen, welche die Taufe erst spät erlauben, ist leider negativ.
  • Wenn ein Kind in seinen ersten Monaten getauft wird und in der Kirche aufwächst und nach 20, 30 Jahren entschieden hat, die Kirche zu verlassen, kann ihn dann jemand daran hindern?

9. Frage: Warum mögen wir das Kreuz, obwohl unser Herr Jesus  Christus darauf gekreuzigt wurde?

Antwort:

  • Das Kreuz war ein Zeichen für Verhöhnung zur Zeit der Römer.
  • Die Sünde Adams, Evas und deren Nachkommen wurde mit dem Tod bestraft.
  • Jesus hat dieses Zeichen der Schande in ein Zeichen der Ehre verwandelt.
  • Der Satan hat die Menschen unterdrückt, besiegt und verachtet und durch das Zeichen des Kreuzes wurde der Satan besiegt.
  • Das Kreuz ist Stärke, Sieg und Ewigkeit geworden, deswegen fliehen die Dämonen vor diesem Zeichen.
  • Wenn Jesus wieder kommt, wird ein Zeichen in Form eines Kreuzes sichtbar im Himmel sein.

10. Frage: Warum ist die Taufe wichtig?

Antwort:

  • Ich sagte: Wer gläubig ist und sich taufen lässt, wird erlöst. Ohne Glaube und Taufe darf man den Himmel nicht betreten.
  • Bei der Taufe wird man Vergebung aller alten Sünden samt den Erbsünden erlangen.
  • Jesus hat sich selbst als Beispiel gegeben, als er sich von Johannes der Täufer taufen ließ, obwohl Jesus nicht getauft werden musste , d.h. wenn die Taufe nicht wichtig wäre, hätte Jesus sich nicht taufen lassen.

11. Frage: Warum ist die Anwesenheit in der Messe wichtig?

Antwort:

  • Wir feiern die Messe in der Kirche und die Kirche ist der Begegnungsort zwischen Menschen und Gott.(Psalm der 11 Stunde)
  • Ohne die heilige Messe gibt es keine Kommunion und keine Sakramente und ohne Kommunion gibt es keine Vereinigung und Einheit mit Gott (Joh 6).
  • Viele erleben viele Ereignisse während der heiligen Messe, Erscheinungen, Gnadenerscheinungen.  Weihung aller Geistlichen von Diakonen bis zum Papst geschehen in der Messe. Viele sahen den Himmel während der Messe geöffnet, auch Heilige und unseren Herr Jesus Christus

12. Frage: Werde ich Sünder in den Himmel kommen und werde ich den Sohn oder nur den Vater sehen?

Antwort:

  • Die größte Strafe in der Hölle ist, dass man von Gott zu weit entfernt ist, damit in die Dunkelheit und Verwirrung geworfen wird und ohne Hoffnung auf Verbesserung lebt.
  • Jesus aber antwortete Phillippus und sagte: Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Also der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, ist ein Gott. Das heißt, die Dreifaltigkeit ist wesensgleich.
  • So können wir niemals die Dreifaltigkeit trennen.

13. Frage: Der Herr sagte zu den Pharisäern Schlangenbrut. Ist das nicht ein Schimpfwort?

Antwort:

  • Das kann nicht sein, weil der Satan mit der Schlange symbolisiert ist, und oft spricht man in der Bibel über Satan als Schlange, z.B. im Offenbarungsbuch wird der Satan als alte Schlange bezeichnet.
  • Die Pharisäer waren Kinder des Satans auch Kinder der Schlange, wegen den vielen Sünden und Ungläubigkeit.

14. Frage: Muss ich für das Theologiestudium einen Maturaabschluss haben?

Antwort:

Normalerweise schon.

15
. Frage: Warum sagt hier unser Herr, er könne nicht die Plätze zur linken und zur rechten vergeben?

Antwort:

  • Die rechte Seite ist für die  Königin reserviert, also für die heilige Jungfrau Maria (Psalm 45)
  • Die linke Seite ist für den bestgeborenen Mensch reserviert, Johannes dem Täufer
  • Jesus wollte auch, dass Johannes und sein Bruder Jakobus nicht an diese Bestrebungen denken, das Beste ist bescheiden zu sein.

16. Frage: Inmitten dieser Verse sagte unser Herr Jesus Christus zur Heidi in Vers 7: Da sagte er zu ihr: Lasst zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.
 Das Wort „Hund“ war früher ein jüdisches Schimpfwort für Heiden. Hat hier unser Herr die Heiden beschimpft oder ist es einem erlaubt, jemanden der nicht in die Kirche geht, ihn ihm zu sagen: du Hund warum gehst du nicht in die Kirche?
Wäre es dann keine Sünde, dieses strenge Wort anzuwenden, um denjenigen dazu zubringen, in die Kirche zu gehen?

Antwort:

  • Der Hund ist kein Schimpfwort von dem Schöpfer. Gott sieht seine Schöpfung gut (Gen 1)
  • Viele Menschen werden mit dem Hund verglichen wegen der Treue der Hunde. Hast du von dem Tod des Hundes, der nach dem Tod seines Besitzers gestorben ist, gehört?
  • Jesus hat diese stark gläubige Frau und gelobt und sagte, dass er in ganz Israel kein solch starken Glauben gefunden hat(Mrk 7:24-30 und Mt 15:21-28).
  • Wenn Jesus die Tochter dieser Frau nicht geheilt hätte, hätte man von dieser großen Frau nicht gehört.

17. Frage: Was bedeutet der Name "Kyrillos" ?

Antwort:

  • Der Name Kyrillos bedeutet Diener Gottes.

 
18. Frage: Unterschiede zwischen Kopten und Katholiken:

Antwort:

Zuerst möchten wir hinweisen, dass alle Kirchen der Welt bis Jahr 451 (in Chalzedon Konzil) einen Glauben und Dogma hatten. Die Spaltung ist in diesem Jahr geschehen und die Ursache war die Natur Christi, Dieses Problem wurde doch in Wien gelöst als seine Heiligkeit Papst Schenouda einen Formel schrieb, was die beiden Kirchen akzeptierten.

Während der Jahrhunderte sind einige Probleme aufgetaucht D.H. die neuen Dogmen, die in der Kath. Kirche nach dem oben genannten Datum erschienen sind stimmen nicht alle mit unserer Kirche überein Z.B:

  1. Fegefeuer
  2. Primat
  3. Immakulata
  4. Erlösung der Ungläubigen usw.

 

19. Frage: Waren die Jünger unseres Herrn verheiratet?

Antwort:

Die Mehrheit der Jünger unseres Herrn waren schon verheiratet, als sie von unserem Herrn Jesus einberufen wurden, außer Johannes des Geliebten. Doch in den nächsten Generationen waren die absolute Mehrheit der Bischöfe zölibatär.

Es wurde im Konzil von Nicäa einstimmig entschieden, dass alle Bischöfe unbedingt zölibatär sein müssen, die Priester dürfen aber vor der Weihe heiraten.

Die Entscheidungen der Apostel, die mit dem Heiligen Geist entschieden wurden, sind sicher unfehlbar, genau so, wie die Entscheidungen der ersten drei Konzile (Nicäa 325, Konstantinopel 381 und  Ephesos 431)   

Wie Jesus sagte in Lukas Kapitel 10 : Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.

und wie in  Apg 15,28: Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen

 

20. Frage: Wie kann man sich eine Sünde abgewöhnen die man immer wieder wiederholt?

Antwort:

Man braucht:
1) Geduld, weil solche Sünden tief im Gehirn verankert sind, also: Was lange Zeit aufgebaut wurde, braucht auch ein bisschen um abgebaut zu werden.
2) Glaube, man kann sich nur mit Glauben von der Sünde entfernen, weil Gott der alles geschaffen hat, der auch deine Instinkte in dir gepflanzt hatte, kann dich von solchen Gewohnheiten abbringen.
3) Übungen, Du brauchst unbedingt bestimmte spirituelle Übungen, z.B. bestimmte Sachen in der Bibel lesen, Lesen in den Heiligengeschichten, Fasten, Beten, Metanoia, Betrachtungen in der Ewigkeit und dienen in der Kirche.
4)  Beichte, Kommunion, Spirituelle Versammlungen.
                                            
Deine Anwesenheit in der Kirche ist ein entscheidender Faktor beim Aufhören von solchen Sünden.
 
Vergesst nicht meine Freunde, dass Satan immer wieder uns mit Sünden versucht in Versuchung zu führen,
Und vergesst nicht, dass Gott Emmanuel heißt, d.h. er ist ständig mit uns, er hat versprochen uns niemals zu verlassen (Mt 28)

 

21. Frage: Wieso gibt es schlechte Menschen und gute Menschen? Wieso gibt es nicht nur gute Leute?

Antwort:

Gott hat nur gute Menschen geschaffen und hat ihnen geholfen in der Reinheit und dem Guten zu leben. Aber leider sind sie dem Satan gefolgt. Trotzdem hat uns Gott nicht verlassen, sondern für uns die Erlösung vorbereitet und vollbracht. Wegen der Freiheit der Menschen gibt es gute und schlechte Menschen.
Was denken wir: Hätte Gott uns ohne Freiheit schaffen sollen? Er hat doch die Planeten, die Tiere, die Pflanzen usw. ohne Freiheit geschaffen und dann den Menschen, die Krone der Schöpfung zuletzt geschaffen. Wir nennen die Menschen auch den Herrn der Schöpfung, weil er Freiheit hat.

 

22. Frage: Wie kann ich meinen Geist aufbauen?

Antwort:

Vor allem sollst du, um deinen Geist aufzubauen, die Liebe Gottes gewinnen. Wenn diese Liebe in dir entbrannt ist, wird alles aufgebaut.
Wenn du Gott liebst wirst du seine Gebote achten und ihnen folgen. Du wirst auch seine Geschöpfe und deine Nächsten Lieben.
Diejenigen, die Gott lieben verlassen niemals seine Kirche, wie es in der Arche Noah war. Diejenigen die drinnen waren, sind vor der Flut gerettet worden, aber diejenigen die nicht daran geglaubt hatten sind ertrunken.  
Wenn du deinen Geist aufbauen willst, liebe deinen Gott, deine Kirche und ihre Sakramente und Heiligtümer.

 

23. Frage: Wie kann man die drei Tage bis zur Auferstehung berechnen?

Antwort:

Früher wurde ein Teil des Tages als ganzer Tag gerechnet. d.h. Ein Teil von Freitag, der ganze Samstag und ein Teil von Sonntag werden als drei Tage gerechnet. Am Tag der Kreuzigung war von der dritten bis zur sechsten Stunde vollkommene Finsternis, deswegen wurden diese Stunden als Nacht bezeichnet.

 

24. Frage: Wie kommt es, dass man  in der koptische Kirche in der Nacht zur Apokalypse, mit Freude und Trauer diese Nacht feiert, obwohl Jesus Christus erst wenige Stunden zuvor gekreuzigt wurde? (Wechsel der Vorhänge des Altars)

Antwort:

Das ist richtig, weil Jesus Christus im Grab ist, aber die Freude ist wegen der Erlösung, denn Jesus sagte am Kreuz zuletzt: „Es ist vollkommen“. Die Stunde der Auferstehung ist nicht bekannt. Die Erlösung findet ab dem Zeitpunkt statt, als Jesus am Kreuz sagte: Es ist vollkommen.“ Ab dieser Sekunde wurde das Paradies geöffnet und auch der Satan wurde ab dieser Sekunde besiegt. Jesus ging in die Unterwelt herab um die Menschen zu erlösen. Die Sekunde des Sterbens ist die Sekunde des Sieges.

 

25. Frage: Warum erlaubte Jesus den drei Frauen, sein Haupt und seine Füße mit Öl zu salben (während seines Lebens)

Antwort:

Die Juden hatten die Gewohnheit die Menschen nach dem Tod zu salben durch Duftöle und Duftgewürze.
Als Jesus gekreuzigt wurde, musste man ihn schnell ins Grab bringen, da der Sabbat schon begonnen hatte und deshalb konnte man ihn nicht zur selben Zeit salben, wegen dem strengen Gebot des Sabbats. Deswegen musste Jesus Christus seinen Körper im Voraus salben lassen. Am Sabbat darf man nicht arbeiten, d.h. man darf keine Toten angreifen. Wenn man aber mit ihnen am Sabbat in Berührung kommt, dann ist man streng unrein.
Es haben drei Frauen Jesus Christus gesalbt auf Kopf und Fuß.

 

26. Frage: Was wäre geschehen, wenn Jesus Christus nicht auferstanden wäre?

Antwort:

Es würde kein(e)

  • Erlösung
  • Christentum
  • Ewigkeit
  • Versöhnung mit Gott
geben.

27. Frage: Wieso sagte Jesus Christus zu Maria Magdalena: „Halte mich nicht fest, denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen.“ (Joh.20:17), obwohl auch in der Bibel steht:“ Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich auf ihn nieder und umfassten seine Füße.“ (Mat. 28:9)?

Antwort:

Es gab viele Zeichen und Zeugen, dass Maria Jesus gesehen hat und seine Füße berührt hatte und trotzdem hat sie nicht geglaubt.
Maria Magdalena sah Jesus Christus öfters. Beim ersten Mal war mit ihr eine Frau. Als sie zum Grab gingen, wurde die Erde erschüttert und sie sahen einen Engel, der ihnen sagte, dass sie den Jüngern berichten sollen, dass Jesus Christus auferstanden sei. Die zwei Frauen hatten Angst deshalb erschien ihnen Jesus Christus. Er erlaubte ihnen, ihn zu berühren. Später ging Maria Magdalena noch einmal alleine zum Grab, weil sie zweifelte, an dem was sie gesehen hatte. Maria Magdalena  glaubte, dass sie wieder falsche Gedanken hatte. Sie glaubte, dass sie Illusionen hatte. Als Jesus ihr dann ein zweites Mal erschien (als sie ihn nicht erkannte), lehnte er es ab, von ihr berührt zu werden. Jesus tadelte sie sozusagen für ihr Verhalten, dass sie zweifelte.
 

28. Frage: Hat die Verzweiflung Thomas (Jünger) einen Nutzen für uns?

Antwort:

Ja, damit auch wir glauben. Jesus hat während seines Lebens überzeugen wollen, dass er Gott ist. Nach der Auferstehung wollte er überzeugen, dass er auch Mensch ist, denn Fleisch und Gottheit zusammen führten zur Erlösung. Thomas musste ihn also berühren.

29. Frage: Warum hat Jesus Christus drei Mal zu Petrus gesagt:“ Behüte meine Herden.“ Hat Jesus das nur gesagt, weil Petrus der älteste unter den Jüngern ist?

Antwort:

Petrus hat ihn drei Mal verleugnet, deshalb glaubte er, dass er sein Apostelamt verloren hatte. Durch diese Aufgabe glaubte er, dass er wieder des Apostelamtes würdig ist. Er war zwar der älteste unter den Jüngern, doch Jesus ging es nicht ums Alter. Jesus wollte ihm damit zeigen, dass er ihm verziehen hat.

30. Frage: Warum sind die Leinen von Jesus Christus im Grab geblieben?

Antwort:

Das war der Beweis, dass er nicht gestohlen wurde. Jesus löste sich durch eigene Kraft von den Leinentüchern. Jesus ging auch in den Bauch der hl. Jungfrau Maria ohne die Tür aufzumachen. Er ging auch ins Obergemach wo sich die Jünger versammelt hatten  ohne, dass ihm jemand die Türe öffnet.

 

31. Frage: Warum erkannten die zwei Jünger von Emmaus Jesus nicht sofort?

Antwort: 

Es war Abend und sie hatten zuvor geweint. Vielleicht hatte Jesus auch sein Gesicht mit einem Tuch bedeckt gehabt. Sie waren auch nicht sicher, ob er auferstanden war.

 

32. Frage: Warum aß Jesus Christus nach der Auferstehung Fisch und Honig?

Antwort: 

Um wieder zu zeigen, dass er Mensch und Gott ist.

 

33. Frage: Warum feiern die Menschen zum Beispiel in Europa das Weihnachtsfest prunkvoller als das Auferstehungsfest?

Antwort: 

Das Christentum ist nicht nur auf die Geburt Christi aufgebaut. Die Geburt Christi bedeutet die Menschwerdung Gottes, das ist ein großes Wunder, aber die Geburt Christi hat nicht alleine die Erlösung vollkommen gemacht. Jesus hat uns nicht durch seine Menschwerdung erlöst aber es war  ein Schritt davon. Jesus Christus hat uns die Erlösung geschenkt durch sein Sterben und durch seine Auferstehung. Wenn Jesus nicht auferstanden wäre wie konnte man uns dann überzeugen, dass er Gott ist. Durch die Auferstehung  ist die Geburt des inkarnierten Gottes bewiesen. Niemand ist vom Tod durch seine eigene Kraft auferstanden außer dem allmächtigen Gott.

 

34. Frage: "Warum dürfen Frauen den Altarraum nicht betreten?" würde mich noch weiter interessieren, ob Frauen nicht zu Diakonissen geweiht werden dürfen? Durften Frauen nicht in den ersten Jahrhunderten auch den Altarraum betreten? Falls ja, ab wann bzw. in welcher Synode und in welchem Kanon wurde dies beschlossen bzw. abgeschafft?

Antwort:

Es ist möglich, in der koptischen Kirche eine Diakonissin (Schwester) zu weihen, wo sie in den Diözesen, Kindergärten oder in Krankenhäuser, die zu der Kirche gehören, arbeitet. 

Sie dienen aber nicht im Altarraumbereich und gelten nicht als Stufe im Priestertum.

Es gab niemals in der Urkirche Diakoninnenweihe bzw. es gab niemals Diakonissinen, die im Altarbereich dienten.

Die Koptische Kirche braucht und schätzt sehr den Dienst der Frauen und die geistliche Leistung, die sie erbringen.

 

35. "Unkonzentriert/Zerstreut sein während des Gebets" (Papst Schenouda III)
Frage: Manchmal bete ich und während des Gebets bin ich total zerstreut und unkonzentriert. Ich lese dann mein Gebet schnell, währenddessen denke ich ständig daran, wann das Gebet fertig wird. Und das, obwohl ich gern bete.
 

Antwort:

Für die Zerstreutheit und Unkonzentriertheit während des Gebets gibt es mehrere Gründe. Diese Ursachen sind zweierlei Arten:


  • Die erste ist ein Angriff des Satans, der den Menschen daran hindert zu beten. In diesem Fall liegen die Gründe weder im Menschen selbst, oder in einem Fehler bei seinen Gedanken noch in seinem inneren Bewusstsein, sondern der Angriff kommt von Außen.

Diese Art der Bekämpfung erfordert Ausharren im Gebet, diesen Gedanken ignorieren bzw. keine Beachtung geben und nicht darauf reagieren . Wir sollen, sofern es möglich ist, uns auf das Gebet konzentrieren.

  • Die zweite Art kommt vom Inneren des Menschen und hat viele Gründe:



1.    Der Beginn des Gebets ohne geistliche Vorbereitung, und so steht der Mensch zum Gebet bereit, während sein Kopf noch voll ist von den Beschäftigungen der Welt und den verschiedenen Begegnungen mit anderen Menschen und allem, was der Mensch an Leid der anderen erlebt hat und was er gelesen und gesehen hat... u.s.w.

Die Lösung dafür ist, vor dem Gebet etwas zu tun, was seine Gegenwart mit Gott vorbereitet. Er soll sich innerlich darauf vorbereiten: z.B. einen geistlichen Text lesen, ein geistliches Lied singen, meditieren, damit seine Gedanken sich zu einer geistlichen Atmosphäre bewegen.


2.    Alles, was im Unterbewusstsein gefiltert/gespeichert wurde; ob Gedanken oder Gefühle oder Wünsche oder Begierden; auch alles, was die Sinne (z.B. durch Hören und Sehen) an Eindrücken gesammelt haben, auch das, was das Herz und die Seele an Emotionen in sich tragen. All das kommt an die Oberfläche  und wird während des Gebets bewusst verarbeitet und zwar in Form der Gedanken, die das Gebet behindern.


3.    Je mehr der Mensch sich um die weltlichen Angelegenheiten kümmert, desto tiefer graben sich diese weltlichen Sorgen in sein Herz. Diese Sorgen vereinnahmen seine ganzen Interessen. Sie beeinflussen seine Gedanken vielmehr als die Gebetssätze, die er spricht. So drängen die Sorgen die Gebetssätze zur Seite und übernehmen ihre Stelle in seinem Herzen und seinen Gedanken.

Der Mensch sollte sich darin üben, die weltlichen Sorgen einfach und leicht zu nehmen, ohne Aufregung und ohne Verkrampfung.
Die Beschäftigung mit den alltäglichen Problemen darf auf keinen Fall eine Übermacht über die Gefühle des Menschen haben. Der Mensch soll ihnen keine größere Bedeutung als nötig beimessen. Und somit wird der Mensch bereit, wenn er zum Gebet steht, alles, was ihm während des ganzen Tages begegnet ist, zu vergessen.
Würde sich der Mensch aber mit diesen Problemen intensiv beschäftigen und auseinandersetzen, so würden diese Gedanken ihn nicht nur während des Gebets stören, sondern sie seine Nerven den ganzen Tag strapazieren und ihn vielleicht in seinen Träumen begleiten, so wie sie ihn beim Gebet begleiten.

Sollten dich aber schwerwiegende Probleme belasten, so gib diese Probleme weiter an den Herrn. und  bitte um Hilfe während des Gebets wegen dieser Probleme, aber lass es nicht zu, dass diese Probleme deine Seele belasten und dein Herz betrüben, damit du an sie während des Gebets nicht denkst und ihretwegen zerstreut wirst...


4.    Ein Grund für die Zerstreuung während des Gebets kann auch sein, dass das Gebet dich nicht interessiert und so betest du entsprechend oberflächlich, ohne Verständnis, ohne Meditieren und ohne Freude.
Und weil du deine Tiefe nicht dem Gebet gibst, so kommen die Gedanken und besetzen diese Tiefe.

 

36. Warum hat Gott zuerst Adam und dann Eva erschaffen und nicht umgekehrt?

Antwort:
Dieselbe Frage wurde Seiner Heiligkeit Papst Schenouda III gestellt, er hat einfach gesagt, wenn Eva zuerst geschaffen worden wäre, hätten die Menschen dieselbe Frage gestellt: Warum hat Gott Eva zuerst geschaffen...
Der Heilige Paulus sagte dazu: "Können die Geschöpfe den Schöpfer fragen: Warum hast du mich so geschaffen?"
Man kann genauso fragen, warum haben wir nur zwei Augen und nicht vier...
Als Gott die Menschen schuf, sah er, dass alles sehr gut ist.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 14. Juni 2010 um 11:48 Uhr