Die Tage der Karwoche sind die heiligsten Tage im Jahr. Es gibt keinen Zweifel, dass der heiligste Tag in der Karwoche der Karfreitag ist. Wir bereiten uns auf diese Woche vor, um spirituelle Früchte von ihr zu erwerben und einen spirituellen Vorrat zu haben.

Bereitet euch auf die Kommunion in diesen heiligen Tagen, durch eine wahre Reue vor Gott, vor. Verliere nicht das, was du in der Karwoche gewinnst, am Ostersonntag oder Ostermontag. Die heilige Karwoche sollte eine ideale, vorbildhafte Woche sein. Der Mensch sollte am achtsamsten, seine Gebete tiefgründiger und die Kontrolle über seine Gedanken und seine Zunge sollte sehr genau sein. Sein Verhalten sollte sich dem natürlich genau anpassen. Es muss eine Woche der Teilnahme an den Leiden Jesu Christi sein. Der Hl.Paulus sagt: „Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden“ (Phil 3:10).

Sage zu Ihm: „Oh Herr, ich will diese Woche nur mit Dir verbringen.“ Als Gott mit Mose am Berg war, blieb Er 40 Tage mit ihm. Das Schönste im Spirituellen Leben ist die private Zeit mit Gott. In der Karwoche sollten wir nicht nur an die Leiden Jesu Christi denken. Du musst wissen, dass der Grund für all Seine Schmerzen deine Sünden sind. Erinnere dich an deine Sünden, die Jesus für dich trug und an die Sünden, die du noch begehst - die du noch einmal Jesus zum Tragen gibst. Komm am Karfreitag in die Kirche, wo sie Niederbeugungen („Matanyat“) machen und erinnere dich an deine Sünden. Während jeder Matanya, die du darbringst, erinnere dich an deine Sünden.

In der Karwoche folgen wir alle zusammen von Tag zu Tag den Schritten Jesu. Du gehst mit Jesus aus der Stadt hinaus und folgst Seinen Schritten. Beginne damit, dich in der Karwoche auf die speziellen Gebete zu trainieren, die aus Herzen kommen, in denen du von deinem tiefen Inneren sprichst und die Worte aussuchst, die zu deiner Situation passen.

Erinnere dich in der Karwoche an den Schmerz und an die Süße, den Segen und die Kronen des Schmerzes. Erinnere dich daran, wie sehr Jesus für dich gelitten hat, wie sehr die Menschen für Jesus litten und wie wir an Seinen Leiden teilnehmen können. Wenn wir mit Ihm leiden, werden wir auch mit Ihm verherrlicht (s. Röm 8:17). „Aber auch wenn ihr um der Gerechtigkeit willen leiden müsst, seid ihr selig zu preisen.“ (1.Petr 3:14).

Er kümmerte Sich nicht um die Schande, während Er das Kreuz trug. Wenn du wirklich daran glaubst, dass Jesus für uns Menschen diese Schmerzen ertrug, stelle dir folgende Fragen: „Welchen Schmerz ertrage ich für andere? Oder welchen Schmerz bin ich bereit für andere zu ertragen? Und welchen Schmerz ertrage ich für Gott?“

Verinnerliche dir auch, dass unser Herr, Jesus Christus, in Seinen Leiden, unschuldig verurteilt und vor allen bloßgestellt wurde, aber Seinen Mund nicht öffnete. „wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.“ (Jes 53:7). Genauso öffnete Er Seinen Mund nicht. Er hat gelitten und dabei denjenigen, die Ihn kreuzigten, vergeben und eine Entschuldigung für sie gesucht!

Ich wünschte, wir würden unsere Leiden als wohlgefälliges Opfer vor Gott darbringen. Wir sollten diese Woche in Enthaltsamkeit verbringen. Taucht in die Spiritualität dieser Tage und in die Spiritualität des Ritus der Kirche. In der Karwoche erinnern wir uns, dass Jesus gekommen ist, um die Menschen zu erlösen und nicht um sie zu verurteilen. Er sagte: „denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.“ (Joh 12:47).

Sei in der Karwoche kein Grund für die Leiden anderer. Wenn Jesus die Sünde der ganzen Welt am Karfreitag auf sich trug, dann sage zu dir selbst, dass auch du die Sünden von anderen ertragen musst.