Die spirituelle Blindheit – S.E. Bischof Anba Gabriel

Heute besuchte Jesus Jericho. Jericho ist eine verfluchte Stadt, seit der Vergangenheit an. Verflucht wegen ihrer Sünden, wegen ihrem Missbrauch von Menschen und Kindern und wegen der Anbetung von Götzen. Das dauerte schon Jahrhunderte an. Nun kam Jesus nach Jericho, um diesen Fluch aufzuheben und um diese Stadt zu segnen, weil er es nicht mag, dass jemand, eine Stadt oder ein Ort verflucht wird. Er möchte, dass die Menschen in Liebe und Zufriedenheit leben. Darum kam er mit der Menschenmenge und seinen Jüngern dorthin, hob diesen Fluch in Jericho auf, segnete Zachäus und seine Familie. Viele Sünder kehrten zurück zu Jesus.

Als Jeus Jericho verließ, hörte ein blinder Mann von ihm, weil eine Menge vieler Leute über Jesus redete. Dieser blinde Mann hieß Bartimäus. Bar heißt Sohn auf Hebräisch und Timäus heißt verehrter, also Sohn des Verehrten. Das war er, aber jetzt wird er Sohn Gottes. Dieser war blindgeboren. Blind heißt einfach: Er kann Jesus nicht sehen. Bis heute noch heißen die Menschen, die Jesus nicht sehen können, in der Sprache der Bibel blind, also spirituell blinde Menschen. Die Menge lief Jesus hinterher. Sie führten auch eine Debatte und Diskussion, weil Jesus in das Haus von Zachäus gegangen war, ihn dort besucht und zum Glauben zurückgebracht hatte. Sie sagten: „Zachäus verzichtete auf sein Geld. Er war ein sehr reicher Mann. Tat er nun Reue? Ein Wunder war geschehen!“ Dann fragte Bartimäus: „Wer kommt, wer ist da?“ Die Leute sagten, es ist Jesus von Nazareth. Bartimäus hatte Ahnung von Jesus, dann fing er an zu schreien: „Jesus, Jesus, Sohn Davids, hilf mir, heile mich!“. Dann fing die Menge an, auch zu schreien, und forderten ihn auf, den Meister in Ruhe zu lassen. Bartimäus wurde lauter und die Menge versuchte, ihn zu stoppen, aber er hörte nicht auf. Für uns: Wenn du wirklich Jesus in deinem Gebet, in der Kirche, in der Bibel nicht sehen kannst, dann schreie im Gebet und sage: „Jesus, hilf mir. Öffne meine Augen, ich bin für deine Tugenden blind. Ich kann die Liebe Gottes nicht sehen. Ich kann diese Tugend nicht sehen. Ich kann dein Leben nicht kosten.“ Schrei in deinem Gebet, aber nicht mit dem Mund, sondern innerlich im Herzen und sage zu Gott: „Öffne meine Augen.“ Viele Menschen werden kommen und Zweifel in deine Ohren werfen: „Es gibt keinen Gott“, das sagen viele Menschen oder sie sagen, dass sich Gott nicht um dich kümmert. Manche sagen auch, dass du ein Sünder bist, Jesus kann nicht auf einen Sünder hören. Viele Menschen werden kommen und es versuchen, aber sei standhaft, sei fest im Glauben. Verlasse das Gebet nicht. Das Gebet ist das Geheimnis unserer Erlösung, unserer Fröhlichkeit. Das Gebet ist das Geheimnis, mit dem Satan in deinem Leben von dir mit Gott besiegt wird. Nur durch das Gebet und durch Fasten verlässt dich der Satan. Bartimäus schrie. Das Schreien des Blindgeborenen war ein Gebet, ein schönes Gebet von Herzen. Er sagte: „Hilf mir, denn ich brauche deine Hilfe. Verlass mich niemals. Die Menschen wollen, dass ich schweige, aber ich werde nicht schweigen!“ Jesus antwortete eine Weile nicht, warum? Weil Jesus der Menge zeigen wollte, dass dieser Mann Glauben hat. Er hat Glauben und er will eine Antwort auf sein Verlangen. Er wird uns auch im Gebet manchmal ein bisschen warten lassen ohne Antwort.

Du denkst, dass Jesus dein Gebet nicht hört. Das ist falsch, Jesus wird sicher dein Gebet erhören und in der richtigen Zeit antworten. Dann wirst du wirklich sehen, du wirst geheilt werden. Das ist Jesus. Jesus wird uns niemals verlassen. Dein Gebet, klein oder groß, schwach oder stark, wird erhört. Jedes Wort, das du von Herzen sagst, wird im Gebet erhört. Das ist gesichert, weil Gott jedes Gebet hört. Auch von kleinen Kindern, von Erwachsenen, von Sündern, von Heiligen, jedes Gebet wird erhört. Schließlich sagte Jesus: „Bringt ihn zu mir.“ Sie sagten zu dem Blinden: „Sei fröhlich, er fragt nach dir, komm zu ihm.“ Und Jesus stellte nochmal eine Frage, die für uns nicht ganz selbstverständlich ist: „Was willst du von mir, dass ich für dich tue?“ Der Blinde sagte, dass er sehen will, er will geheilt werden. Jesus sagte: „Sehe!“ Das reichte, um den Mann zu heilen. Wenn Jesus ein Wort sagt, egal wie schlimm die Krankheit ist, reicht es aus. Er ist Gott und solange er etwas will, so wird es geschehen. Der Wille Gottes reicht aus, um neue Augen zu erschaffen. Jesus fragte: „Was willst du?“ Die Antwort lautete: „Ich will sehen, ich bitte dich.“

Sagt im Gebet „Jesus, ich will deinen Willen sehen. Jesus, ich will deine Hand in meinem Leben sehen. Jesus, ich will, dass du mich überzeugst, dass du mit mir bist in meinem Herzen. Ich bin mir sicher, dass du es kannst, aber zeig es mir, weil ich schwach bin.“ Lasst uns dieses Gebet mit Bartimäus im Gottesdienst aus dem Herzen sprechen. Es gibt viele Gebete, die nicht aus Herzen sind. Diese kommen nicht einmal bis zur Decke der Kirche hinauf. Aber die Gebete aus dem Herzen werden, egal wo du bist, erhört. Natürlich wird es bevorzugt, in der Kirche zu beten, aber vom Herzen wird es sicher irgendwo erhört. Lasst uns mit dem blinden Bartimäus um Hilfe schreien. Wir brauchen Jesus jeden Tag, jede Sekunde. Wenn er uns für eine Sekunde verlässt, sind wir verloren. Das würde die Hölle bedeuten. Dann kommt Satan in dieser Sekunde und kann uns schädigen, aber Jesus verlässt uns niemals. Deshalb schreit im Gebet, lass dein Herz in der Stille schreien und sag: „Gott, komm, um mir zu helfen!“

Ehre sei unseren Herrn in alle Ewigkeit, Amen.

Geschrieben von: Andrew Ibrahim

 

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